Sbg: Zivilschutz-Alarm bei Unwetter am 16.08.2021 in St. Johann im Pongau

ST. JOHANN IM PONGAU (SBG): Neuerlich zogen am Abend des 16. August 2021 teilweise schwere Unwetter über Teile von Österreich. In St. Johann im Pongau musste Zivilschutzalarm ausgelöst werden.

In St. Johann war die Unwetterfront mit Starkregen und Hagel hereingezogen. Aufgrund der entstandenen Überflutungen wurde zur Sicherheit der Bevölkerung Zivilschutzalarm ausgelöst. Es wurde dazu aufgerufen, in den Gebäuden sicherheitshalber das erste Stockwerk aufzusuchen und den Aufenthalt im Freien weitgehend zu vermeiden.

Krimml (Pinzgau) ist einem Bericht des ORF zufolge nach einer Mure von der Außenwelt abgeschnitten. Die Ortszentren von St. Johann, Wagrain und Altenmarkt (alle Pongau) sind überschwemmt.

Zwischen Lend (Zell am See) und Schwarzach (Pongau) ging eine Mure auf die Pinzgauer Straße (B311) – die Strecke ist komplett gesperrt. Auf der Fahrbahn befindet sich nach wie vor viel Wasser. Auch die Dientner Straße (L216) und Großarler Straße (L109) sind nach Murenabgängen esperrt. Autofahrer, die von Bischofshofen (Pongau) nach Zell am See (Pinzgau) oder umgekehrt wollen, müssen über die Hochkönigstraße und Maria Alm (Pinzgau) ausweichen. Die Einhausung Flachau (Pongau) ist gesperrt, nachdem eine Mure auf die Fahrbahn niedergegangen ist, auch die Autobahnabfahrt Flachau ist gesperrt.

Rund 40 Feuerwehren sind derzeit landesweit im Einsatz, Schwerpunkte sind dabei laut Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker der Pinzgau und Pongau. Im Pinzgau ist einer der Einsatzschwerpunkte wieder die Gemeinde Krimml – hier ging am Montag gegen 17.00 Uhr erneut eine Mure auf die Krimmler Landesstraße (L113) ab und blockiert diese. Wegen der Unwetter am Wochenende, war die Straße am Montag die einzige Möglichkeit, in die Pinzgauer Gemeinde zu kommen. Die Gemeinde ist derzeit von der Außenwelt abgeschnitten.

In Wald im Pinzgau kämpfen die Einsatzkräfte mit Vermurungen in einem Ausmaß, welches die Feuerwehrleute noch nicht erlebt haben. Alle verfügbaren Kräfte sind mit Sicherungsarbeiten beschäftigt, Sandsäcke werden befüllt, mehrere Häuser mussten erneut evakuiert werden. „Uns steht jetzt eine schlaflose Nacht bevor, wir werden durcharbeiten und versuchen positiv zu bleiben, auch wenn derzeit vor allem das Wetter gegen uns zu sein scheint“, sagt Bürgermeister Michael Obermoser (ÖVP).

Wegen der heftigen Gewitter sind seit 18.00 Uhr insgesamt 600 Haushalte ohne Strom – betroffen sind die Gemeinden Mühlbach, St. Johann, Wagrain (alle Pongau) sowie Strobl (Flachgau). Die Techniker der Salzburg Netz GmbH arbeiten derzeit an der Behebung der Störung. In Strobl konnte die Versorgung bereits wieder hergestellt werden. Im Laufe des Abends sollten auch alle betroffenen Haushalte im Pongau wieder mit Strom versorgt sein.

ORF Salzburg

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Sbg: Großeinsätze nach Unwetterschadenslage im Bundesland Salzburg → Fahrzeuge von Muren mitgerissen

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