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29. November 2021 19:34
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Nö: Massive Durchzündung bei Silobrand in Grafenwörth → Einsatz dauert über den ganzen Tag

GRAFENWÖRTH (NÖ): In den frühen Morgenstunden des 29. November 2021 bemerkten die Mitarbeiter eines Grafenwörther Agrarbetriebes alarmierende Sensordaten von deren Maistrocknungsanlage.

Sofort wurde mit der Leerung der Anlage begonnen und zur Sicherheit die Feuerwehr Grafenwörth angefordert. Ein – coronabedingt – kleines Team mit dem Rüstlöschfahrzeug fuhr daher die Einsatzstelle an.

Durchzündung bei Eintreffen der Drehleiter

Vor Ort wurde vom Einsatzleiter jedoch sehr schnell ein größeres Brandereignis erkannt, was zur Alarmierung der gesamten Feuerwehr Grafenwörth führte, zusätzlich wurde die Feuerwehr Krems/Donau mit der Drehleiter angefordert. Kaum war die Verstärkung am Einsatzort eingetroffen kam es im Silo zu einer Durchzündung mit massiver Flammeneinwirkung.

Weitere Kräfte alarmiert

Daher wurden umgehend die Feuerwehren Jettsdorf, Feuersbrunn, Seebarn und Wagram in den Einsatz gerufen. Während die neue Kremser Drehleiter für den Löschangriff aufgebaut wurde, legten die Feuerwehren drei Versorgungsleitungen von Löschbrunnen zu den Tanklöschfahrzeugen aus Grafenwörth, Feuersbrunn und Krems.

Innen- und Außenangriff

Mit dem Wasserwerfer der Drehleiter wurde ein Außenangriff gestartet, der auch bald Wirkung zeigte. Parallel begab sich ein Atemschutztrupp vom Inneren der Anlage aus zum Löschangriff.

Brandausdehnung im Silo-Inneren

Per Wärmebildkamera der Feuerwehr Jettsdorf wurde dann die Trocknungsanlage von außen abgesucht, um den Brandherd zu finden. Eine Öffnung der Außenhaut wurde (wie schon bei einem Brand 2019) vorbereitet. Da sich der Brand weiterhin im Inneren des Silos ausbreitete, wurde über das Stiegenhaus eine weitere Löschleitung vorgenommen um die Glutnester von oben zu bekämpfen.

Ausräumen des Silos

Da auch brennendes Stückgut ans unteren Ende der Trocknungsanlage gefallen war, wurde begonnen die Anlage von unten per Hand mit Schaufeln auszuräumen, eine weitere Löschleitung wurde vorgenommen. Gegen 9 Uhr war der Brand dann soweit unter Kontrolle, dass der Großteil der Feuerwehrkräfte abrücken konnte.

Mehrfache Kontrollen

Zurück im Feuerwehrhaus mussten dann dutzende Schläuche gereinigt und die Atemschutzgeräte geputzt, aufgerüstet und desinfiziert werden. Auch einiges an Bekleidung ist noch zu reinigen. Im Laufe des Tages führte die Feuerwehr Grafenwörth noch mehrfach Kontrollen am Brandobjekt durch, um sicher zu gehen, dass der Brand erfolgreich bekämpft wurde.

Um 16 Uhr rückten die letzten Kräfte ein.

Der Einsatz von 2019 zum Nachlesen hier auf Fireworld.at