Tirol: Auszubildender Bergführer (30) bei Abseilübungen in Kirchdorf am Wilden Kaiser von Felslawine verschüttet

KIRCHDORF (TIROL): Am 9. Juni 2022 gegen 12.21 Uhr war eine 5-köpfige Gruppe deutscher Staatsangehöriger im Gemeindegebiet von Kirchdorf am Wilden Kaiser im Zuge einer Ausbildung zum Bergführer mit Abseilübungen beschäftigt.

Dabei wurde über eine ca. 40 Meter hohe Felswand abgeseilt an deren Fuß die Teilnehmer sich aus dem Kletterseil ausbanden und sich zu Fuß über einen Steig wieder zum Ausgangspunkt begaben. Nachdem ein 30-jähriger Auszubildender als Zweiter der 5-köpfigen Gruppe abgeseilt wurde und wieder auf dem Weg zum Ausgangspunkt war, hörten die übrigen vier Angehörigen, die sich alle am Ausgangspunkt befanden, ein lautes dumpfes Rauschen.

Die versuchte Kontaktaufnahme mit dem Abgeseilten blieb erfolglos, weshalb sich zwei Bergführer unverzüglich auf dem Fußweg zum Wandfuß begaben. Dort konnten diese eine große abgegangene Felslawine feststellen, durch die der 30-Jährige verschüttet worden sein dürfte. Die sofort begonnen Oberflächensuche verlief erfolglos, woraufhin die Rettungskette in Gang gesetzt wurde. Berichten zufolge sind die Gesteinsteile teilweise so groß wie ein Pkw.

Nach der Oberflächensuche durch die Einsatzkräfte wurde die Rettungsaktion aufgrund der noch anhaltenden Steinschlaggefahr nach dem Verschütteten abgebrochen. Eine weitere Rettungsaktion kann aufgrund der massiven Steinmassen nur mit schwerem Gerät bewältigt werden. Die Unfallstelle wurde durch den Landesgeologe besichtigt. Seine Beurteilung zur Fortsetzung der gefahrlosen Bergung ist noch ausständig.

Im Einsatz standen Mannschaften der Bergrettung, Feuerwehr und Alpinpolizei, der Notarzthubschrauber und der Polizeihubschrauber.

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