Brand

Nö: B4-Großeinsatz beim Brand eines Wohnhauses in Wiener Neustadt

Am Dienstagabend, 14.04.2026, meldeten gegen 18:45 Uhr rund 20 Anrufer Rauch und Feuer aus einem Einfamilienhaus in der Gymelsdorfer Vorstadt in Wiener Neustadt. Beim Eintreffen der ersten Löschmannschaft stand das Gebäude bereits vom Keller bis zum Dachstuhl in Vollbrand. Unverzüglich wurde die höchste Alarmstufe B4 ausgelöst und weitere Kräfte per Sirenenalarmierung nachgefordert. Mit dem Einsatz von mehr als 100 Einsatzkräften konnte der Brand nach mehreren Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Der Hausbewohner erlitt eine Rauchgasvergiftung. Seine Katze wurde vermisst.

Während die erste Anruferin noch von einer Rauchentwicklung im Garten berichtete, meldeten innerhalb weniger Minuten rund 20 Personen am Feuerwehrnotruf einen Wohnhausbrand in der Wiener Neustädter Josef-Kuckertz-Gasse. Beim Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeugs stand das gesamte Gebäude vom Keller bis zum Dachstuhl bereits in Vollbrand. Der Fahrzeugkommandant veranlasste daraufhin umgehend die Erhöhung auf die höchste Alarmstufe „B4″, wodurch in Wiener Neustadt die Sirenen ausgelöst wurden.

Im weiteren Verlauf trafen Einsatzkräfte aus vier Feuerwehren ein. Die Brandintensität konnte nur durch einen umfassenden Löschangriff mit mehreren Rohren sowie zwei Hubrettungsgeräten gebrochen werden. Erschwerend kam hinzu, dass im Haus neben diversen brandfördernden Flüssigkeiten auch zahlreiche Gaskartuschen und Batterien gelagert waren. Erst um 22:34 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Der 58-jährige Hausbewohner wurde unbestimmten Grades verletzt und erlitt eine Rauchgasvergiftung. Nach der notfallmedizinischen Versorgung durch das Rote Kreuz wurde der Mann in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt gebracht.

Besonders in der Anfangsphase zeichneten sich die Besatzung eines Funkstreifenwagens sowie mehrere Anrainer aus. Die Polizeibeamten und einige Nachbarn unterstützten die anfänglich zahlenmäßig unterlegenen Feuerwehrkräfte beim Verlegen von Schlauchleitungen. Nicht zuletzt aufgrund ihres Einsatzes konnte die Gefahr für umliegende Liegenschaften rasch unter Kontrolle gebracht werden. Aufgrund der Rauchentwicklung wurde die Umgebung mittels Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, zur Sicherheit Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine unmittelbare Gefahr für die Nachbarschaft bestand jedoch nicht.

Aufgrund der Ausdehnung des Brandes wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt auch die Feuerwehren Lanzenkirchen, Katzelsdorf und Eichbüchl zur Einsatzstelle alarmiert. Die FF Weikersdorf besetzte zudem die Feuerwehrzentrale Wiener Neustadt, übernahm damit den Gebietsschutz für das Stadtgebiet und rückte währenddessen auch zu einem Müllbehälterbrand aus.

Insgesamt standen somit 103 Feuerwehrkräfte sowie 21 Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Für 32 Atemschutztrupps wurden an der Einsatzstelle 120 Atemluftflaschen gefüllt. Auch Bürgermeister Klaus Schneeberger und Bezirksfeuerwehrkommandant Karl- Heinz Greiner machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Einsatzleiter, Feuerwehrkommandant Christian Pfeiffer zum Einsatz: „Ein solches Brandereignis ist in Wiener Neustadt eher selten. Trotz des umfangreichen Löscheinsatzes konnten wir den ausgedehnten Wohnhausbrand erst nach mehreren Stunden löschen.

Zu Beginn des Einsatzes war vor allem der Schutz benachbarter Objekte wichtig, um einen Flammenüberschlag infolge der enormen Strahlungshitze zu verhindern. Dabei unterstützten uns einige Anrainer sowie Polizeibeamte beim Aufbau von Zubringerleitungen. Dadurch konnten sich die ersten Feuerwehrkräfte voll auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Ein großer Dank gilt auch den Nachbarfeuerwehren für ihre Unterstützung beim Einsatz sowie für die Wachbesetzung in der Feuerwehrzentrale.“

Im Verlauf des Einsatzes gelang der Feuerwehr zudem die Entdeckung der vermissten Katze. Der Stubentiger galt während des Brandes zunächst als vermisst, wurde im Rahmen der Nachlöscharbeiten jedoch wohlauf wiedergefunden.

Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Der Einsatz konnte gegen 02.30 Uhr vor Ort abgeschlossen werden. In den Morgenstunden erfolgen erneut Kontrollen auf mögliche Glutnester.

Freiw. Feuerwehr Wiener Neustadt

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