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Oö: 16 Feuerwehren bei brennendem Wohnhaus in Seewalchen am Attersee → zwei Tote

SEEWALCHEN AM ATTERSEE (OÖ): Ein Großbrand ist Freitagabend, 5. Mai 2023, in einem Einfamilienhaus in Seewalchen am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) ausgebrochen. Elf Feuerwehren standen im Löscheinsatz, fünf weitere wurden nach 22 Uhr in Marsch gesetzt. Zwei Personen werden auch am Vormittag des 6. Mai 2023 noch vermisst, das Ehepaar wurde dann am Nachmittag in den Trümmern des Hauses gefunden.

Ein dramatischer Einsatz spielte sich am Abend in Seewalchen am Attersee ab. Ein Einfamilienhaus stand in Vollbrand, zwei Personen gelten als vermisst. Der Innenangriff musste aufgrund der massiven Brandlast abgebrochen werden. Decken sind eingestürzt.

„Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges ist das Gebäude bereits in Vollbrand gestanden. Wir haben umgehend die Alarmstufe 2 alarmiert, Hubrettungsfahrzeug, Einsatzführungsunterstützung und Atemschutzfahrzeug sind angefordert worden. Wir haben sofort begonnen, die umliegenden Häuser auf der West- und Ostseite zu schützen und mittels zwei C-Rohren haben wir versucht, einen Innenangriff zu starten, weil vermisste Personen im Gebäude vermutet sind. Der Innenangriff hat dann aber in weiterer Folge aufgrund einer zu hohen Brandlast abgebrochen werden müssen. Wie es jetzt aktuell ausschaut sind zwei Personen vermisst“, Michael Kühn, Einsatzleiter der Feuerwehr Seewalchen am Attersee.

Das Löschen des Brandes gestaltete sich aufgrund der enormen Brandlast im Gebäude äußerst schwierig. Mehrere Zubringerleitungen mussten gelegt werden. Das Dach wurde stellenweise geöffnet. Die Spurensicherung des Landeskriminalamtes hat erste Spuren gesichert. Die Krisenintervention stand ebenso im Einsatz.
Die Löscharbeiten werden vermutlich bis am Samstag andauern.

Bewohnerinnen und Bewohner angrenzender Siedlungen wurden aufgefordert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, da sich der Brandrauch wetterbedingt im Siedlungsbereich niederschlug. Etwas nach 22 Uhr wurden schließlich weitere fünf Feuerwehren zur Einsatzstelle alarmiert, so dass dann 16 Wehren vor Ort waren! Auch am Vormittag des 6. Mai 2023 gelten die zwei Bewohner noch als vermisst.

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Meldung der Polizei

n einer Wohnsiedlung in der Ortschaft Rosenau, Gemeinde Seewalchen am Attersee, brach am 5. Mai 2023 um 18:15 Uhr in einem Haus aus bisher unbekannter Ursache ein Brand aus.Der Brand wurde durch aufmerksame Nachbarn aufgrund der starken Rauchentwicklung entdeckt. Bei einer sofortigen Nachschau durch den Brandentdecker konnte das Wohnhaus aufgrund des Brandgeschehens nicht mehr betreten werden.

Im Wohnhaus hielten sich laut aktueller Sachlage nur die Bewohner, eine 61-Jährige mit ihrem 64-jährigen Ehemann, auf.Nach der Brandentdeckung wurden sämtliche Feuerwehren in der Umgebung alarmiert. Der Brand hatte sich trotz der raschen Entdeckung im gesamten Haus ausgebreitet.

Es war auch den Kräften der Feuerwehr unmöglich, trotz schwerem Atemschutz das Gebäude zu betreten. Die Lage des Brandobjektes am Ende einer Sackgasse erschwerte zudem die Löscharbeiten.Es ist davon auszugehen, dass beide Hausbewohner in den Flammen umgekommen sind. Um den Brand weiter zu bekämpfen, musste in den Nachtstunden damit begonnen werden, mit einem Kranfahrzeug den Dachstuhl zu entfernen.

Die Angehörigen wurden über das tragische Ereignis verständigt und vom KIT betreut. Von der Staatsanwaltschaft Wels wurde eine Begutachtung der Brandstelle durch einen Sachverständigen im Hinblick auf die Brandursache angeordnet. Die weiteren Erhebungen können frühestens am Vormittag des 6. Mai 2023 geführt werden. Der Löscheinsatz wurde die ganze Nacht über durchgeführt.

Update Laumat.at, Nachmittag des 6. Mai

Die ganze Nacht über haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch gegen die Flammen gekämpft. Die hohe Brandlast mit der enormen Hitzeeinwirkung sei das größte Problem bei der Brandbekämpfung gewesen, heißt es. Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle. Der Dachstuhl wurde abgetragen, Stück für Stück wird derzeit das Brandmaterial – im Gebäude dürfte sich viel Unrat befinden – abgetragen.

Das Haus konnte von den Einsatzkräften nach wie vor nicht betreten werden, weil die Situation zu gefährlich sei. Ob die Ermittler das Gebäude noch am Samstag betreten und nach den zwei Vermissten suchen können, war am Nachmittag weiter unklar. Die Brandruine müsse zuerst von einem Statiker soweit für gesichert erklärt werden.

„Es ist davon auszugehen, dass beide Hausbewohner in den Flammen umgekommen sind“, so die Polizei. Ein 64-jähriger bettlägeriger Mann und seine 61-jährige Ehefrau galten seit einem Brand in ihrem Wohnhaus in der Nacht auf Samstag in Seewalchen am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) als vermisst.

Update → Ehepaar tot gefunden

Laut ORF Oberösterreich wurden am Nachmittag des 6. Mai 2023 unter den Trümmern die Leichen des vermissten Ehepaares gefunden. Das Ehepaar (61, 64) dürfte an den Rauchgasen erstickt sein, wie Christian Mayerhofer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Seewalchen bekannt gab.

Pressefotos Laumat.at

Fotokerschi.at

Bericht der Feuerwehr

Am Freitag, 5. Mai kam es kurz nach 18 Uhr zu einem Brand eines Wohnhauses im Ortsteil Rosenau, zu dem zunächst die drei Ortsfeuerwehren Seewalchen, Steindorf und Kemating alarmiert wurden. Schon bei der Anfahrt war zu sehen, dass das Gebäude in Vollbrand stand, daher wurde umgehend die Alarmstufe zwei mit den Feuerwehren Attersee, Schörfling, Lenzing, Gampern und Oberhehenfeld ausgelöst. Zudem wurden die Feuerwehr Badstuben mit der Einsatzführungsunterstützung (EFU), die FF Vöcklabruck mit der Teleskopbühne (TMB) und die FF Vöcklamarkt mit dem Atemschutzfahrzeug alarmiert.

Neben der Brandbekämpfung war es zunächst wichtig, die umliegenden Häuser auf der West- und Ostseite vor einem Übergriff der Flammen zu schützen; diese blieben unversehrt. Zwei Atemschutztrupps mit zwei C-Rohren versuchten einen Innenangriff zu starten, da zwei Personen im Gebäude vermutet wurden. Dieser musste jedoch wegen einer zu hohen Brandlast und der davon ausgehenden Gefahr für die Mannschaft abgebrochen werden. Die Brandbekämpfung war durch die hohe Brandlast enorm schwierig; mehrere Zubringerleitungen mussten gelegt werden. Zudem wurde das Dach von einer Fremdfirma geöffnet, um die Brandbekämpfung von oben durchzuführen.

Da die Brandbekämpfung mit Wasser wenig Erfolg zeigte, wurde Schaummittel zur besseren Benetzung zugefügt. Dadurch wurde die Oberflächenspannung des Brandguts verringert und der Löscherfolg optimiert. Um die anwesenden Atemschutzträger abzulösen, wurden um ca. 22:15 die Feuerwehren Reibersdorf, Timelkam Aurach, Berg und Weyregg in der Alarmstufe drei nachalarmiert. Zusätzlich erschwerend zog gegen Mitternacht von Westen her eine Sturm- und Gewitterfront auf. Um das Nachbargebäude vor einem etwaigen Funkenflug zu schützen, wurde dort erneut ein vorbeugender Brandschutz aufgebaut. Wegen der unklaren Wettersituation wurden die Feuerwehren aus der Alarmstufe drei wieder abgezogen, um bei möglichen Unwetterereignissen vor Ort Hilfe leisten zu können. Glücklicherweise zog die Gewitterfront rasch und ohne zusätzliche Probleme vorüber.

Während der nächtlichen Löscharbeiten kam es immer wieder zu kleineren Explosionen. Um ca. 2:30 Uhr wurde das gesamte Gebäude mittels Leichtschaumgenerator der FF Vöcklabruck geflutet.

Am Vormittag des 6. Mai begutachteten Statiker, ob das Gebäude begehbar ist, da dieses vorerst wegen der Einsturzgefahr nicht mehr betreten wurde. Die Kriminalpolizei und Mitarbeiter der Brandverhütungsstelle nahmen gegen Mittag ihre Arbeit zur Klärung des Brandes auf. Inzwischen wurde bestätigt, dass die vermissten Personen beim Brand ums Leben gekommen sind.

Insgesamt waren 16 Feuerwehren mit über 230 Feuerwehrleuten im Einsatz. Die Feuerwehren Seewalchen, Kemating, Steindorf und Badstuben mit der EFU waren sehr lange mit immer wieder auflodernden Glutnestern beschäftigt. Neben der guten Zusammenarbeit unter den Feuerwehren ist auch die Hilfsbereitschaft der Nachbarn in der Rosenau positiv hervorzuheben, die die Mannschaft während des Einsatzes mit Proviant und Unterstand versorgt haben. Ein herzliches Danke dafür.

Freiw. Feuerwehr Seewalchen

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