Tschechien: Mindestens 4 Tote bei Kollision zwischen Personen- und Güterzug bei Pardubice
PARDUBICE (TSCHECHIEN): Mindestens vier Menschen starben und Dutzende wurden am Mittwochabend, dem 5. Juni 2024, bei einer Kollision zwischen einem Personenzug und einem Güterkonvoi in Pardubice in der Mitte der Tschechischen Republik verletzt, wie die Rettungsdienste mitteilten.
„Vier Passagiere erlitten Verletzungen, die zu ihrem Tod führten“, sagte Alena Kisiala, eine Sprecherin der örtlichen Rettungsdienste, dem tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen agerpres.ro.Premierminister Petr Fiala sprach von einer „großen Katastrophe“ aus und sprach sein Beileid aus. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ereignete sich der Unfall kurz vor 21:00 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Pardubice, etwa 100 km östlich von Prag.
Etwa 300 Passagiere, viele von ihnen ausländische Staatsangehörige, befanden sich an Bord des Personenzuges, berichtete das tschechische Fernsehen und zeigte Aufnahmen eines entgleisten Waggons und von Unfallüberlebenden, die in der Nähe des Hauptbahnhofs von Pardubice in Busse einstiegen.
Die beiden Lokomotiven der Züge waren aus noch ungeklärten Gründen frontal zusammengekracht. Noch ist unklar, ob beide Züge in Bewegung waren. Medienberichten zufolge könnte der Lokführer des Schnellzugs möglicherweise ein Haltesignal übersehen haben, oder es wurde eine Weiche falsch gestellt. Ein Augenzeuge berichtete der Zeitung „Pravo“: „Ich habe mir noch gedacht, dass der Zug auf das falsche Gleis fährt, obwohl ein grünes Signal leuchtete. Plötzlich gab es einen Knall und der Zug stand.“
Ein Passagier des Zuges, der unverletzt blieb, beschrieb die Situation so: „Ich habe einen Aufprall gespürt und das Geräusch von zersplitterndem Glas gehört – unmittelbar danach hörte man Weinen.“Der Zusammenstoß der beiden Züge war in einiger Entfernung zu hören. Ein Anwohner erzählte dem Nachrichtenportal „iDnes.cz“: „Die Kollision hat uns geweckt, meine Frau dachte, dass in der Nachbarschaft ein Haus eingestürzt sei.“


