Stmk: Neue Katastrophenschutz-Gerätschaften an steirische Stützpunktfeuerwehren übergeben
LEBRING (STMK): Der Landes-Feuerwehrverband Steiermark hat am Florianitag, dem 4. Mai 2026, an der Feuerwehr und Zivilschutzschule in Lebring neue Gerätschaften des Katastrophenhilfsdienstes an Stützpunktfeuerwehren übergeben. Die Anschaffungen erfolgten im Rahmen des „Investitionspakets 2″ und sollen die Einsatzfähigkeit der steirischen Feuerwehren bei Großschadenslagen weiter stärken. Übergeben wurden sechs Sandsackfüllmaschinen sowie sechs Pumpeneinheiten für Löschunterstützungsfahrzeuge. Zusätzlich informierte der LFV über die laufende Beschaffung von insgesamt 17 STROMAs und über die Modernisierung der Landesleitzentrale „Florian Steiermark“ samt neuer Lageführungssoftware CommandX.

Landesfeuerwehrkommandant LBD Reinhard Leichtfried verwies in seiner Ansprache auf die herausfordernden Einsätze der vergangenen Monate. Insbesondere die Schneelage im Februar, das Sturmtief Marlies Ende März sowie jüngst der Waldbrand in der Gemeinde Eisbach-Rein hätten gezeigt, wie rasch sich Einsatzlagen entwickeln können und wie wichtig moderne Ausrüstung und funktionierende Strukturen seien. Leichtfried betonte weiters, dass guter Katastrophenschutz lange vor dem eigentlichen Einsatz beginne und Planung, Ausbildung sowie die passende Ausrüstung brauche. Die neu übergebenen Geräte würden die Feuerwehren dabei unterstützen, rascher reagieren und größere Schadenslagen effizienter bewältigen zu können.

Die Sandsackfüllmaschinen (stationiert bei den Feuerwehren Oberdorf am Hochegg, Straß in Steiermark, Trofaiach, Mürzhofen, Gruisla und Hetzendorf) ermöglichen eine rasche Befüllung großer Mengen an Sandsäcken mit vergleichsweise geringem Personalaufwand. Die neuen Pumpensysteme für die Löschunterstützungsfahrzeuge (LUF) erweitern die Möglichkeiten zum Einsatz der Gerätschaften bei Hochwasserlagen und zur Wasserförderung über lange Wegstrecken erheblich. Stationiert werden die Rollcontainer bei den bestehenden LUF-Standorten, FF Kraubath, FF Ardning, FF Picheldorf, FF Mooskirchen, FF Steinhaus sowie bei der Berufsfeuerwehr Graz.

Die mobilen Stromaggregate sollen künftig die Versorgung kritischer Infrastruktur sowie den autarken Betrieb von Einsatzstellen ermöglichen.
Im Bereich der Einsatzführung wird künftig die neue Software CommandX eingesetzt. Diese verbessert die Koordination bei Großschadenslagen und macht Einsatzinformationen schneller verfügbar. Parallel dazu läuft die technische Modernisierung der Landesleitzentrale „Florian Steiermark“.

Leichtfried erklärte zudem, dass die Anforderungen im Katastrophenschutz laufend steigen würden und die Feuerwehren daher auf moderne Technik und starke Partner angewiesen seien. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Einsatzkräften, Organisationen und Behörden, die insbesondere beim Waldbrand in Eisbach Rein gemeinsam im Einsatz standen bzw. stehen. Ein besonderer Dank galt der steirischen Landesspitze mit Mario Kunasek und Manuela Khom für die Unterstützung durch das „Investitionspaket 2″ und das klare Bekenntnis zur Stärkung des steirischen Feuerwehrwesens.

Kunasek hob in seiner Ansprache hervor, dass mit der ersten Teillieferung aus dem 25,5 Millionen Euro umfassenden Paket ein wesentlicher Schritt zur nachhaltigen Stärkung von Einsatzfähigkeit und Sicherheit gesetzt wird. Moderne Ausrüstung und fundierte Ausbildung seien entscheidend, wobei das hohe Leistungsniveau vor allem dem Engagement der freiwilligen Einsatzkräfte als Rückgrat des Katastrophenschutzes zu verdanken sei – ein Umstand, der sich zuletzt beim Waldbrand in Eisbach-Rein gezeigt habe und weiterhin gezielt unterstützt werden müsse.
Khom ergänzte, dass rund 50.000 Feuerwehrmitglieder mit ihrem Einsatzwillen und Zusammenhalt die Steiermark prägen. Das Land stehe klar hinter den Feuerwehren und investiere konsequent in moderne Ausrüstung, da Sicherheit entsprechende Mittel erfordert. Mit der Übergabe der neuen Gerätschaften werden die Einsatzkräfte gezielt gestärkt und für zukünftige Herausforderungen bestmöglich vorbereitet.
Landes-Feuerwehrverband Steiermark
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