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D: Digitalisiertes Flottenmanagement der Berliner Feuerwehr

BERLIN (DEUTSCHLAND): Die Berliner Feuerwehr hat nach eigenen Angaben vom 26. Mai 2026 zufolge als erste Feuerwehr Deutschlands ihren gesamten Einsatzfuhrpark erfolgreich digitalisiert. Im April 2026 wurde der zentrale Meilenstein erreicht: Alle Einsatzfahrzeuge sind nun mit moderner Telematik-Technologie ausgestattet und in ein digitales Flottenmanagementsystem eingebunden.

Mit rund 1.100 Fahrzeugen an mehr als 100 Standorten betreibt die Berliner Feuerwehr einen der größten kommunalen Fuhrparks des Landes – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Um diese komplexen Abläufe effizienter, transparenter und belastbarer steuern zu können, wurde 2022 die Einführung eines digitalen Flottenmanagementsystems beschlossen. Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf der Möglichkeit, jederzeit den aktuellen Standort jedes Fahrzeugs abrufen zu können. Im Laufe des Projekts zeigte sich jedoch, dass das Potenzial deutlich größer ist. Mit mehr als 500.000 Einsätzen und mehreren Millionen Einzelfahrten spiegelt der Fuhrpark ein repräsentatives Tagesgeschäft. 

Moderne Einsatzfahrzeuge erzeugen bei jeder Fahrt enorme Datenmengen. Über den gesamten Fuhrpark hinweg fallen inzwischen pro Minute etwa 1 bis 1,5 Millionen Datenpunkte an. Diese werden nun automatisiert erfasst, verarbeitet und für vielfältige Analysen genutzt. Damit kann die Berliner Feuerwehr anstelle von angenommenen Schätzwerten auf echte, valide Echtdaten zurückgreifen – ein bedeutender Fortschritt für strategische, operative und taktische Entscheidungen.

Die digitalen Lösungen von ZF Rescue Connect erleichtern Rettungskräften die Arbeit.

Kern der neuen Systemlandschaft ist die sogenannte Telematic-Gateway-Unit, ein Gerät zur Erfassung und Übertragung der Fahrzeugdaten. Zweieinhalb Jahre nach den ersten Einbauten konnte im Mai 2026 die vollständige Ausstattung aller Einsatzfahrzeuge im laufenden Betrieb abgeschlossen werden.

Auch die hohen Anforderungen an IT‑Sicherheit und Datenschutz wurden vollständig umgesetzt. Für die Berliner Feuerwehr handelt es sich um eines der ersten großen Cloudprojekte. Gerade im Bereich kritischer Infrastrukturen sind höchste Standards der Cybersecurity unverzichtbar, um Vertrauen, Verfügbarkeit und Integrität der Systeme dauerhaft zu gewährleisten.

Im nächsten Schritt beginnt die tiefgreifende Integration der gewonnenen Daten in nachgelagerte Systeme und Fachanwendungen. In Zukunft werden die Informationen unter anderem in der Beschaffung, der Alarmierung, der Instandhaltung, im Fuhrparkmanagement sowie in Forschung, Entwicklung und im Einsatzdienst genutzt.

Mit der Umsetzung dieses Projekts leistet die Berliner Feuerwehr wichtige Pionierarbeit. Sie zeigt, dass moderne Telematiksysteme im Feuerwehrbetrieb nicht nur technisch umsetzbar, sondern auch ein echter Mehrwert sind – und trägt damit dazu bei, bestehende Vorbehalte abzubauen. Die Berliner Feuerwehr wird das Thema als eines von mehreren Zukunftsthemen auf der Interschutz, der größten Fachmesse für Sicherheitsbehörden, präsentieren. 

Mit den verschiedenen Apps von ZF Rescue Connect werden zum Beispiel die Standorte der Fahrzeuge genau angezeigt.

Die Berliner Feuerwehr bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen sowie bei den externen Partnern, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.

Information von ZF

Friedrichshafen / Berlin. Auf mehr als nur eine Art verbunden: ZF und die Berliner Feuerwehr feiern einen gemeinsamen Meilenstein bei der Digitalisierung des Einsatz- und Flottenmanagements. Nur zweieinhalb Jahre nach der Einführung von ZF Rescue Connect ist die gesamte Fahrzeugflotte der größten deutschen Berufsfeuerwehr – rund 1.100 Fahrzeuge – an die digitale Plattform angebunden. Damit profitieren Einsatzkräfte und Menschen in Notsituationen berlinweit von durchgängigen, vernetzten Prozessen – vom Einsatzbeginn bis zum Einsatzende.

Berlin ist eine der anspruchsvollsten Einsatzumgebungen Europas: Mit mehr als 3,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, einer dichten urbanen Infrastruktur sowie zahlreichen Großveranstaltungen stellt die Hauptstadt besondere Anforderungen an die Gefahrenabwehr. Allein im Jahr 2025 rückte die Berliner Feuerwehr zu mehr als 558.000 Einsätzen aus. Statistisch gesehen waren die Einsatzkräfte damit nahezu jede Minute gefordert. In der Hauptstadt muss die Flotte ebenso wie die Mannschaft 24/7 an 365 Tagen voll einsatzbereit sein – im Hintergrund ist daher eine riesige Verwaltungsaufgabe zu bewältigen, möglichst geräuschlos und effizient. 

Um diese enormen Anforderungen und das hohe Einsatzaufkommen sicher, effizient und koordiniert zu bewältigen, sind digitale Lösungen für Einsatzkräfte- und Fahrzeugmanagement ein entscheidender Faktor. Mit ZF Rescue Connect setzt die Berliner Feuerwehr seit 2023 auf eine zentrale Plattform, die Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Leitstellen intelligent miteinander vernetzt. Diese Kooperation hat nun einen wichtigen Meilenstein erreicht: Zweieinhalb Jahre nach Projektstart ist mittlerweile der komplette Fuhrpark der Hauptstadt-Feuerwehr – mit mehr als 100 Standorten – dank des ZF-Systems digital komplett verbunden.

„Das anspruchsvolle Einsatzgebiet der Berliner Feuerwehr bietet uns ein nahezu ideales Umfeld, um die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von ZF Rescue Connect perfekt demonstrieren zu können“, so Markus Kaiser, Key Account Manager bei ZF und verantwortlich für die Berliner Feuerwehr. „Hier wird eindrucksvoll ersichtlich, wie weit unsere Plattform über das reine Flottenmanagement hinauswirkt – wie wir beispielsweise Werkstatt, Leitstelle und sogar das medizinische Equipment in eine einzige digitale Lösung einbinden können.“ 

„In Berlin können wir tatsächlich sagen, dass wir aufgrund unserer hervorragenden ‚Lesefähigkeit‘ von Daten immer öfter ‚vor der Lage‘ sind“, ergänzt Maximilian Krause, Projektleiter Digitales Flottenmanagement und Sachgebietsleiter Produktmanagement Fahrzeuge bei der Berliner Feuerwehr. „Im Einsatz antizipieren wir heute bereits viele Entwicklungen. Das versetzt uns immer häufiger in die Lage zu agieren, statt zu reagieren. Für das Flottenmanagement seien datenbasierte Entscheidungen Gold wert.

„Wir können heute Aussagen über Bereiche treffen, deren Bedeutung wir früher gar nicht so erkannt haben“, erklärt der Digitalisierungsexperte Krause weiter. Beispielsweise habe man inzwischen sogar die Boote der Berliner Feuerwehr mit ins Routing aufgenommen und kenne so dank Echtzeitdaten jederzeit deren Position.

Langfristige Partnerschaft für eine vernetzte Gefahrenabwehr

Ziel der Zusammenarbeit zwischen ZF und der Berliner Feuerwehr war von Beginn an, die Plattform sicher und rasch ins Feld zu bringen und dabei gleichzeitig praxisnah weiterzuentwickeln. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate installierten die ZF-Mitarbeitenden gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr mehrere Hundert TAGs sowie mehr als 700 Konnektivitäts-Gateways und Telematikgeräte. Mittels dieser tiefen Integration, erfasst ZF Rescue Connect nun Daten aus dem Fahrwerk, dem Chassis als auch aus der Sonderausrüstung beziehungsweise dem Aufbau.

Moderne Einsatzfahrzeuge sammeln bei jeder Fahrt enorme Datenmengen. Über die gesamte Flotte hinweg fallen in Berlin inzwischen pro Minute etwa 1 bis 1,5 Millionen Datenpunkte an. Der aktuelle Ausbaustand bietet somit die Grundlage für weitere Digitalisierungs- und Vernetzungsansätze der Hauptstadt Feuerwehr – für strategische, operative und taktische Fortschritte. Einer dieser Fortschritte: ZF arbeitet aktuell mit Herstellern von Aufbauten für Lösch- und Rettungsfahrzeuge daran, dass ZF Rescue-Connect-Hardware direkt ab Werk eingebaut wird.

„ZF hat uns den Weg zu einer vollumfänglich digital integrierten Flotte bereitet. Daher freuen wir uns, diese Partnerschaft langfristig fortzusetzen“, sagt Christoph Stiller, Referatsleiter Zentraler Service, Technik und Logistik bei der Berliner Feuerwehr.

ZF Rescue Connect: Digitale Plattform für Einsatzkräfte und Fahrzeuge

ZF Rescue Connect ist eine modulare, cloudbasierte Plattform für das digitale Einsatzkräfte- und Flottenmanagement von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Das System vernetzt Fahrzeuge, Equipment, Einsatzkräfte und Leitstellen in Echtzeit und stellt relevante Informationen zentral zur Verfügung. Zu den Funktionen zählen unter anderem Fahrzeug- und Statusmanagement, Einsatzdokumentation, Ressourcenübersicht sowie Schnittstellen zu bestehenden Leitstellen- und IT-Systemen.

Die Plattform ist herstellerunabhängig einsetzbar und richtet sich neben Feuerwehren auch an Rettungsdienste, Katastrophenschutzorganisationen und weitere Akteure der Gefahrenabwehr. Ab Juni setzt ZF auf eine komplett überarbeitete Produktwelt und wird damit zum europaweit größten Anbieter für digitale Lösungen im Bereich Einsatzkräfte. Alles aus einer Hand: Von der taktischen Einsatzführungssoftware, über Kommunikation, Routing, E-Mobilität, Flottenmanagement bis hin zum Medizinprodukte-Management. Die tiefgreifende und umfassende Weiterentwicklung – die unter der Losung „Neue digitale Einsatzwelt“ läuft – eröffnet für alle Rettungskräfte ganz neue Möglichkeiten, erfüllt höchste Standards in allen Bereichen und ermöglicht darüber hinaus die Anbindung externer Services. Mit aktuell mehr als 25 bestehenden und geplanten Apps steht die Plattform mehr denn je für ein skalierbares, flexibles digitales Ökosystem für das gesamte Rettungswesen.

Die Neuerungen werden erstmalig auf der INTERSCHUTZ in Hannover Anfang Juni 2026 vorgestellt. Als Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz. widmet sich die Veranstaltung eine Woche lang neuen Konzepten und Lösungen für die Gefahrenabwehr und zeigt unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“ neue Wege, Trends und Technologien für das Rettungswesen auf.

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