D: Zimmerdecke fällt herunter → Haus in Dortmund musste geräumt werden
DORTMUND (DEUTSCHLAND): Die Feuerwehr wurde gegen 17:30 Uhr des 2. Juli 2026 von einem Mieter einer Wohnung in der Robertstraße alarmiert. In dessen Wohnung hatten sich Gipskartonplatten von der Zimmerdecke gelöst und sind herabgestürzt.
Die eingetroffenen Einsatzkräfte konnten die Lage vor Ort bestätigen. Die Deckenverkleidung hatte sich auf einer Fläche von ca. 5 m² gelöst und war auf den Boden gefallen. Die übrige Deckenverkleidung war ebenfalls bereits gelöst. Die weitere Erkundung im Treppenhaus ergab eine starke Rissbildung in allen vier Wänden, die vertikal, horizontal sowie diagonal mit Treppenbildung im Rissbild verlief. Im Keller waren ebenfalls großflächige Materialabplatzungen an den Decken und Wänden.
Auf Grund der Erkundungsergebnisse wurde entschieden, die Baufachberater von Feuerwehr und THW hinzuzuziehen. Deren Begutachtung ergab im weiteren Verlauf, dass bei dem Objekt vermutlich ein Grundbruch vorlag, der die statische Stabilität einer tragenden Wand im Gebäude negativ beeinflusst hat. Durch die Baufachberater konnte die Standsicherheit des Gebäudes nicht vollkommen bestätigt werden. Bei der Begutachtung konnte ebenfalls festgestellt werden, dass das Haus an der Robertstraße mit einem Haus an der Oesterholzstraße bautechnisch in Verbindung steht.
Im Falle eines Versagens der Standfestigkeit des Gebäudes an der Robertstraße, hätte dies eine unmittelbare Auswirkung auf die Standfestigkeit des Gebäudes an der Oesterholzstraße gehabt. Die Maßnahmen der Feuerwehr wurden somit auf das zweite Gebäude ausgeweitet. Die Einsatzleitung der Feuerwehr zog auch andere Fachbereiche der Stadt, wie das Sozialamt, Tiefbauamt und Bauordnungsamt, sowie Behörden (Technisches Hilfswerk, Polizei) und Energieversorger hinzu. Beiden Häuser wurden zur Sicherheit von der Energie und Wasserversorgung getrennt. Im Rahmen der Kontrolle der Wohnungen in beiden Gebäuden, mussten auf Weisung der Polizei etliche Wohnungen gewaltsam geöffnet werden. Nach Abschluss der Evakuierung der beiden Objekte wurden die Hauseingangstüren durch die Feuerwehr fest verschlossen und gegen unbefugten Zutritt gesichert.
Parallel zu den Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr erfolgte die Absperrung des Gehweges rund um die Häuser durch das Tiefbauamt. Insgesamt mussten 13 Bewohner der Häuser ihre Wohnungen verlassen und kamen bei Verwandten, Bekannten oder Ersatzwohnungen unter. Auch Haustiere mussten mit dem Tiertransportwagen der Feuerwehr für eine kurzfristige Unterbringung ins Tierheim gefahren werden. Die Einsatzstelle wird nun vom Bauordnungsamt übernommen, welches über das weitere Vorgehen nach ausführlichen Begutachtungen bestimmen wird.
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