„Pressure“: Als ein Wetterbericht über den D-Day entschied (Kinofilm)
Ein Meteorologe, eine folgenschwere Prognose und eine militärische Entscheidung von historischer Tragweite: Das Drama „Pressure“ beleuchtet die angespannten Stunden unmittelbar vor der Landung der Alliierten in der Normandie. Der Film startet am 17. September 2026 in den österreichischen Kinos.
England im Juni 1944: Die Vorbereitungen für die alliierte Landung in der Normandie befinden sich in ihrer entscheidenden Phase. Unter dem Oberbefehl von US-General Dwight D. Eisenhower soll mit der Operation Overlord die größte Seeinvasion der Geschichte beginnen. Hunderttausende Soldaten, Tausende Schiffe und Flugzeuge stehen bereit – doch der gesamte Plan hängt von einem Faktor ab, den niemand kontrollieren kann: dem Wetter.
Der schottische Meteorologe James Stagg soll den militärischen Entscheidungsträgern eine möglichst verlässliche Prognose liefern. Während der Druck mit jeder Stunde steigt, kommen die beteiligten Wetterexperten zu unterschiedlichen Einschätzungen. Stagg warnt vor einem schweren Unwetter und muss Eisenhower davon überzeugen, den bereits minutiös vorbereiteten Angriff zu verschieben.
Für den Oberbefehlshaber steht dabei weit mehr als der Zeitplan einer militärischen Operation auf dem Spiel. Eine falsche Entscheidung könnte unzählige Menschenleben kosten, die Invasionsflotte gefährden und möglicherweise den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs beeinflussen.
Spannung abseits des Schlachtfeldes
„Pressure“ konzentriert sich auf die rund 72 Stunden vor dem D-Day am 6. Juni 1944. Statt das unmittelbare Kampfgeschehen in den Mittelpunkt zu stellen, erzählt der Film vom Ringen um verlässliche Informationen und von der Verantwortung jener Menschen, die unter enormem Zeitdruck Entscheidungen treffen mussten.
Andrew Scott verkörpert den Meteorologen James Stagg, während Brendan Fraser als General Dwight D. Eisenhower zu sehen ist. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Kerry Condon, Chris Messina und Damian Lewis. Regie führte Anthony Maras, der das Drehbuch gemeinsam mit David Haig verfasste. Die Geschichte basiert auf Haigs gleichnamigem Theaterstück.
Wissenschaft unter gewaltigem Druck
Der Film greift einen weniger bekannten, aber entscheidenden Aspekt der Vorbereitungen auf die Landung in der Normandie auf. Der ursprünglich für den 5. Juni 1944 geplante Angriff wurde aufgrund der Wetterlage verschoben. Am Morgen des 6. Juni nutzten die Alliierten schließlich ein kurzes Wetterfenster für den Beginn der Operation.
„Pressure“ verbindet damit historisches Drama und psychologischen Thriller. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen handeln, wenn es keine absolute Gewissheit gibt, ihre Einschätzung aber über Leben und Tod entscheiden kann.
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