Stmk: Tierrettung in Eibiswald → Schweißtreibende Rettung zweier Jungkatzen
EIBISWALD (STMK): Ein lautes Miauen aus einem Regenwasserkanal führte die Freiwillige Feuerwehr Hörmsdorf (Gemeinde Eibiswald) am Dienstagvormittag zu einem nicht alltäglichen Einsatz. Zwei Jungkatzen waren seit dem Vortag in einem Rohr eingeschlossen und konnten sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Kurz vor 11 Uhr wurde der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hörmsdorf am Dienstag, dem 4. August, telefonisch darüber informiert, dass mehrere Katzen in einem Regenwasserkanal feststecken und aus eigener Kraft nicht mehr entkommen können. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte die Liegenschaftseigentümerin bereits versucht, die Tiere zu befreien. Die Katzen befanden sich bereits seit dem Vortag im Rohr und machten lautstark auf ihre missliche Lage aufmerksam.

Mithilfe einer Endoskopkamera konnte die Position der Tiere schließlich festgestellt werden. Rasch war jedoch klar: Ohne umfangreiche Grabungsarbeiten würde eine Rettung nicht möglich sein. Pflastersteine mussten entfernt und der Bereich bis zum Abflussrohr händisch aufgegraben werden. Da dieses teilweise unter einer Betonschicht verlief, wurde die Freiwillige Feuerwehr Eibiswald mit dem Schweren Rüstfahrzeug und einem Bohrhammer zur Unterstützung angefordert.

Anschließend öffneten die Einsatzkräfte das Rohr Stück für Stück mit einem Winkelschleifer. Schließlich zeigte sich auch die Ursache der ungewöhnlichen Zwangspause der beiden Jungkatzen: Sie waren unmittelbar vor einem senkrecht verlaufenden Rohrbogen Kopf an Kopf steckengeblieben und konnten weder vor noch zurück.

Nach rund zweieinhalb Stunden und einer gehörigen Portion Schweiß – ausgerechnet am bisher heißesten Tag seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen – war es schließlich geschafft. Die erste Katze konnte aus ihrer misslichen Lage befreit werden, die zweite nutzte die neu gewonnene Freiheit kurz darauf selbstständig. Begeistert über den Trubel schienen die beiden Fellnasen allerdings nicht zu sein – ihre Dankbarkeit hielt sich zunächst in überschaubaren Grenzen. Für die Einsatzkräfte überwog dennoch die Freude über den gelungenen Ausgang.
Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg


