Technisch

D: Feuerwehr und THW bei 74 Unwettereinsätzen gefordert

RADOLFZELL (D): Ein heftiges Unwetter zog am Freitagvormittag, dem 28. August 2026, über die Region hinweg und sorgte ab etwa 10.20 Uhr für eine Welle an Notrufen im Stadtgebiet von Radolfzell am Bodensee sowie in den umliegenden Ortsteilen. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte bis zum späten Nachmittag 74 Einsatzstellen abarbeiten.

Die primären Schwerpunkte der Einsätze lagen in der Kernstadt Radolfzell und im Ortsteil Böhringen. Der Großteil der Notrufe betraf umgestürzte Bäume oder Oberholz, das auf Gebäude gestürzt war. Auffällig war dabei, dass vor allem besonders große und massive Bäume den Sturmböen nicht standhielten. Die Beseitigung dieser Baumriesen erforderte erhebliche technische Mittel und einen immensen Zeitaufwand. Zudem sicherten die Kräfte beschädigte Dächer und pumpten durch Starkregen vollgelaufene Keller aus.

Zusätzlich zur Unwetterlage schlug die automatische Brandmeldeanlage eines Gewerbebetriebs Alarm. Parallel dazu wurde eine Rauchentwicklung an einem Strommast gemeldet, auf den zuvor ein Baum gekracht war. Beide Einsatzstellen wurden von der Feuerwehr umgehend kontrolliert und abgesichert.

Zur Abarbeitung der Vielzahl an Einsatzstellen waren sämtliche Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Radolfzell im Dauereinsatz. Unterstützung erhielten die Wehrkräfte durch das Technische Hilfswerk (THW) Radolfzell, die Technischen Betriebe der Stadt sowie die Feuerwehr Allensbach, die mit einer Drehleiter unterstützte.

Insgesamt standen rund 90 Einsatzkräfte stundenlang im Großeinsatz. Erst gegen 17:00 Uhr konnten die letzten sturmbedingten Einsätze erfolgreich beendet werden.

FF Radolfzell

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