KI-Videos untergraben das Vertrauen der User
KI-Videos untergraben das Vertrauen der Nutzer massiv. Das zeigen die Ergebnisse der Untersuchung „Video Trends 2026“ der Medienanstalten. Bereits 72 Prozent vertrauen der Echtheit von Bewegtbild demnach weniger als früher.
„Wer Bewegtbild vertraut, muss erkennen können, ob es echt oder künstlich erzeugt ist. Deshalb brauchen wir klare Kennzeichnung und wirksame Regeln für KI-Inhalte – gerade bei Nachrichten und politischen Themen“, so Thorsten Schmiege, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten im Zuge einer Aussendung im Oktober 2026.
Warnsignal
Die erhobenen aktuellen Zahlen sind für den Experten ein „Warnsignal“. So schauen 93 Prozent der Befragten täglich Videos. TV bleibt nach wie vor ein Anker, für unter 30-Jährige zählt hingegen vor allem YouTube. 79 Prozent sind KI-Videos schon begegnet. Dramatisch: 68 Prozent hielten eines für echt.
Creator-Videos als Infoquelle
Angesichts der Ergebnisse kaum verwunderlich, dass sich 91 % für eine entsprechende Kennzeichnungspflicht und 83 % gar für ein generelles Deepfake-Verbot aussprechen. Ein weiteres (schauriges) Ergebnis: 45 Prozent der unter 30-Jährigen halten private Creator-Videos für eine wichtige Informationsquelle!

