Bayern: Feuer im Kehlsteinhaus in Berchtesgaden in der Nacht erneut aufgeflammt
BERCHTESGADEN (BAYERN): Der Großbrand am Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden hat die Feuerwehr auch in der Nacht auf Sonntag, 25. Oktober 2026, erneut beschäftigt. Nachdem das historische Gebäude am Freitagabend weitgehend ein Raub der Flammen geworden war, flammten in der Brandruine neuerlich Glutnester auf. Zeitweise schlugen die Flammen wieder zimmerhoch aus den Trümmern. Am Sonntagvormittag konnten die Löscharbeiten vorerst abgeschlossen werden. Weitere Nachlöscharbeiten sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Gegen 02.30 Uhr (Winterzeit) bemerkten Beamte einer alpinen Einsatzgruppe der Polizei im Bereich des abgesperrten Kehlsteinhauses erneut Rauch und offene Flammen. Die Beamten verständigten daraufhin die Feuerwehr, die abermals zum Brandobjekt in 1.834 Metern Seehöhe ausrücken musste. Wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gegenüber dem Regionalmedium BGLand24 bestätigte, hatten sich in der weitgehend zerstörten Berggaststätte neuerlich Brandherde gebildet. Ein Polizeibeamter berichtete, dass die Flammen zwischenzeitlich wieder Zimmerhöhe erreicht hätten. Die Feuerwehr konnte die neuerlich aufgeflammten Brandherde rasch ablöschen. Gegen 04.30 Uhr war dieser Einsatz beendet und die Kräfte konnten wieder abrücken.
Löscharbeiten vorerst abgeschlossen
Am Sonntagvormittag teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit, dass die Löscharbeiten am Kehlsteinhaus inzwischen abgeschlossen werden konnten. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Tagen weitere Glutnester aufflammen und neuerliche Nachlöscharbeiten erforderlich machen. Bereits seit Freitagabend, 23. Oktober 2026, waren die Feuerwehren bei dem außergewöhnlichen Brandeinsatz gefordert. Die exponierte Lage des Gebäudes, die schwierige Zufahrt sowie die aufwendige Wasserversorgung hatten die Löscharbeiten erheblich erschwert. Zeitweise waren rund 200 Einsatz- und Rettungskräfte von Feuerwehr, Kreisbrandinspektion, Bayerischem Roten Kreuz, Bergwacht und Polizei eingesetzt.
Ermittlungen wegen Brandstiftung dauern an
Unterdessen dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein weiter an. Gegen einen 33-jährigen Deutschen besteht der dringende Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung. Der Mann war noch am Freitagabend in der Nähe des Brandortes festgenommen worden und befindet sich inzwischen aufgrund einer richterlichen Anordnung vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Die Ermittler konnten die weitgehend zerstörte Brandruine aufgrund der Gefahrenlage zunächst nicht betreten. Die weiteren Untersuchungen sollen unter Einbeziehung eines Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes erfolgen. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Personen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Medienberichten zufolge soll das Gebäude aber wieder aufgebaut werden.
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