D: 100.000 Euro Schaden durch Brandstiftung auf Sportgelände in Friedrichshafen
FRIEDRICHSHAFEN / BODENSEEKREIS (DEUTSCHLAND): Bei einem Brand auf einem Sportgelände in der Straße „Am Sportpark“ ist in der Nacht auf Samstag, 31. Oktober 2026, in Friedrichshafen Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro entstanden.
Passanten verständigten gegen Mitternacht über Notruf die Polizei, weil aus einem ehemals als Sportstätte genutzten Stadiongebäude Flammen schlugen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei rückten mit einem Großaufgebot an. Die Wehrleute bekamen das Feuer, das sich auf der Südseite des Gebäudes im Erdgeschoss und im Obergeschoss ausgebreitet hatte, zügig in Griff, sodass die Löscharbeiten kurz nach 01.30 Uhr beendet werden konnten.
Erste Ermittlungen der Polizei am Brandort sowie die Angaben von Zeugen erhärteten den Verdacht, dass das Stadion mutwillig in Brand gesetzt worden war. Im Rahmen einer Fahndung, bei der neben Beamten des Polizeireviers Friedrichshafen auch die Bundespolizei eingebunden war, konnten in unmittelbarer Nähe des Brandorts drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und 21 Jahren vorläufig festgenommen werden, welche jedoch mangels Fluchtgefahr zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuß sind.
Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Trio offenbar ein Selbstlaborat hergestellt hatte, das einer der Tatverdächtigen durch ein Fenster in das Stadiongebäude geworfen hat. Dieses explodierte und löste das Feuer aus. Einen zweiten selbst hergestellten Sprengkörper warf die dreiköpfige Gruppe wenig später auch in einen Mülleimer im Riedlewald, der ebenfalls explodierte. Die Kriminalpolizei Friedrichshafen hat Ermittlungen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion gegen die drei deutschen Tatverdächtigen eingeleitet, welche andauern.
