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D: Betrunkener Feuerwehrmann holt eigenen Pkw mit Löschfahrzeug aus Graben und verursacht weiteren Unfall

MARKT SCHWABEN (BAYERN): Ein ungewöhnlicher Zwischenfall hat sich am späten Samstagabend, dem 31. Oktober 2026, im oberbayerischen Markt Schwaben (Landkreis Ebersberg) ereignet. Ein alkoholisierter Feuerwehrmann wollte seinen zuvor verunfallten Privatwagen kurzerhand selbst bergen.

Dafür holte er ein rund 13 Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug aus dem Gerätehaus. Die Bergung gelang zwar, auf der Rückfahrt verursachte der Mann jedoch einen weiteren Unfall mit mehreren beschädigten Fahrzeugen. Der Gesamtschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.

Der Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Markt Schwaben war kurz vor Mitternacht mit seinem privaten Skoda am Ortsrand unterwegs, als er vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung von der Fahrbahn abkam und mit dem Fahrzeug in einem Straßengraben landete. Anstatt professionelle Hilfe anzufordern, ließ er seinen Wagen zunächst zurück und machte sich zu Fuß auf den Weg zum Feuerwehrhaus. Dort konnte er sich aufgrund seiner Feuerwehrmitgliedschaft Zutritt verschaffen und nahm ein rund 13 Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug in Betrieb. Mit diesem fuhr er zur Unfallstelle zurück und zog seinen Pkw aus dem Graben.

Drei Fahrzeuge und Gartenzaun beschädigt

Während die eigenmächtig durchgeführte Fahrzeugbergung noch erfolgreich verlief, endete die anschließende Rückfahrt zum Feuerwehrhaus mit einem weiteren Verkehrsunfall. Der Feuerwehrmann streifte mit dem schweren Einsatzfahrzeug einen am Straßenrand abgestellten VW Touran. Durch die Wucht des Anstoßes wurde dieser gegen einen Gartenzaun und einen davor geparkten Opel Astra geschoben. Der Opel wiederum prallte gegen einen Mercedes Sprinter. Damit waren neben dem Feuerwehrfahrzeug drei weitere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 20.000 Euro.

Deutlich über 1,1 Promille – Führerschein sichergestellt

Wie die Polizeiinspektion Poing gegenüber der Ebersberger Zeitung mitteilte, ergab ein beim Feuerwehrmann durchgeführter Atemalkoholtest einen Wert deutlich über 1,1 Promille. Damit lag die Alkoholisierung über der in Deutschland geltenden Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit bei Kraftfahrzeugen. Die Polizei veranlasste eine Blutentnahme und stellte den Führerschein des Mannes sicher. Darüber hinaus werden seitens der Feuerwehr beziehungsweise der Marktgemeinde entsprechende Konsequenzen geprüft beziehungsweise eingeleitet.

Auch die Schadensregulierung beschäftigt nun die Gemeinde Markt Schwaben. Nach Angaben der Polizei soll die Gemeindeverwaltung mit den Eigentümern der beschädigten Fahrzeuge sowie des Gartenzauns Kontakt aufnehmen, um die weitere Abwicklung zu klären.

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