Oö: Pkw-Filetierung auf Zeit -> 2. Autozerlege-Competition in Molln (+Video)

MOLLN (OÖ): Inspiriert von einer Idee der Freiwilligen Feuerwehr Freiling im Bezirk Linz-Land war Molln im Bezirk Kirchdorf am 7. März 2015 bereits zum zweiten Mal Austragungsort einer „Autozerlege-Competition“. Die Firma Bernegger lud Feuerwehren aus deren Wirkungsbereich ein, daran teilzunehmen. Für die Sieger gab‘s Preisgelder, für alle eine finanzielle Unterstützung über den Schrottwert der zerlegten Autos.


Die Idee der Freiwilligen Feuerwehr Freiling, gleichzeitig die Zusammenarbeit der Feuerwehren zu fördern, die Handhabung verschiedener Geräte zu trainieren, deren Leistungsgrenzen kennenzulernen und auch eine Portion Spaß und Teamgeist einzubringen, stand auch dieses Jahr wieder im Vordergrund. Taktisch korrektes Vorgehen war hier ausnahmsweise Nebensache.

Faktor Zeit
Wie es bei den meisten Neuerungen der Fall ist, finden sich hier sowohl Freunde als auch Gegner. Letztere fehlt der Praxisbezug, da ja Pkws nie komplett zerlegt werden, andere wiederum halten die Idee an und für sich aufgrund des intensiven Trainings mit den Geräten für ausgezeichnet, finden jedoch den Zeitdruck und die möglicherweise daraus resultierenden Arbeitsweisen weniger optimal. Wofür man sich nun jetzt jedoch entscheidet, bleibt den einzelnen Feuerwehren natürlich selbst überlassen.

Competition mit 12 Feuerwehren

Ohne die Basics nun nochmals alle zu erwähnen wurde am 7. März 2015 dieses Event durch die Firma Bernegger aufgrund des guten Anklangs im Vorjahr schon zum zweiten Mal ausgetragen.  Auch den Zuschauern hat es wiederum gefallen – in Molln fanden sich mehr davon ein als bei so manch' Bewerbsveranstaltung.

Die Richtlinien
Für die Veranstaltung wurde folgendes Reglement im Vorfeld festgelegt:

  • Airbags, Motor, Batterien, Treibstofftanks und Flüssigkeiten sind aus den Pkws bereits entfernt – die Fa. Bernegger organisierte zwecks Chancengleichheit für alle übrigens so gut wie baugleiche Fahrzeuge.
  • Die Sicherheit beim Arbeiten steht im Vordergrund. Es muss jegliche persönliche Schutzausrüstung verwendet werden – speziell Augenschutz, Handschuhe, Einsatzbekleidung und Sicherheitsstiefel.
  • Als Arbeitsgerät/Ausrüstung dient je ein Einsatzfahrzeug der jeweiligen Feuerwehr und die darin ordnungsgemäß und dauerhaft vorhandene Ausrüstung (fixer Platz in den Geräteräumen – kein Zusatzmaterial z.B. im Mannschaftsraum). Es sind folgende Fahrzeugtypen zugelassen: LFB, RLF, TLF, (K)RF, (keine SRF mit speziellen Trenngeräten wie Plasma-Schneider usw.)
  • Stromversorgung stellt die Fa. Bernegger für jeden Platz zur Verfügung und musst nicht von den Feuerwehren aufgebaut werden.
  • Zwei Feuerwehren arbeiten pro Fahrzeug. Die jeweiligen Teams aus den je zwei Wehren werden zuvor zusammengelost.
  • Das Team jeder Feuerwehr besteht aus neun Feuerwehrmitgliedern, die in drei Gruppen zu je drei Personen am Fahrzeug arbeiten. Zusätzlich stellt jede teilnehmende Feuerwehr einen Bewerter, der die Einhaltung der Sicherheit und auch die Wechsel im Auge behält sowie dafür Sorge trägt, dass nichts am Reifen vorbeigeschummelt wird. Der Bewerter ist selbstverständlich auf einer anderen Bahn tätig.
  • Es arbeiten am Fahrzeug direkt und gleichzeitig maximal drei Mitglieder einer Feuerwehr = sechs Personen pro Durchgang am Fahrzeug.
  • Alle sechs Minuten wird das Personal am Fahrzeug gewechselt (Signalisierung durch Sireneneinspielung).
  • Der Wechsel ist verpflichtend, kein Feuerwehrmitglied darf im Stück länger als eine Einheit (= sechs Minuten) arbeiten. Wechsel erfolgt fließend.
  • Zur Taktik-Abstimmung und zur Vorbereitung der Gerätschaften bekommen alle Feuerwehren 15 Minuten Vorbereitungszeit.
  • Der Wettkampf endet auch für alle weiteren Teilnehmer, sobald das dritte Team ihre Arbeit abgeschlossen ist – diese endet mit der vollständigen Zerlegung des Pkw und Verfrachtung aller Teile durch den Reifen in die bereitstehende Schrottmulde und dem Herstellen einer besenreinen Einsatzstelle. Die Fertigstellung ist mit der Aktivierung des Folgetonhornes des eigenen Einsatzfahrzeuges durchzuführen.
  • Jede teilnehmende Feuerwehr stellt einen Übungsleiter, der für die gesamte Mannschaft seiner Wehr vor, während und nach der Veranstaltung verantwortlich ist. Diese Person kann aktiv an der Competition teilnehmen.


Preisgeld und Sieger

Für die ersten drei Siegerteams warteten 600,- 400,- und 200,- im Team aufzuteilende Euros. Aber auch alle anderen Wehren gingen nicht leer aus: Pro Team wurden pro Kilogramm Material, das sich am Ende im Schrottcontainer befunden hat, 0,15 Euro an das jeweilige Team ausbezahlt.  
Als Sieger ging die Mannschaft mit den Teams der Feuerwehren Zams (sie war aus Tirol zu Gast) und Neukematen hervor.

 

 

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