Mehr als 20 Kfz-Bergung nach Wintereinbruch
Neudorf (Bgld): So früh wie dieses Jahr kam der Winter laut Aufzeichnungen der Meteorologen schon lange nicht mehr. Trotz der zahlreichen Warnungen aus Radio und Fernsehen, erachteten es viele Autofahrer nicht als notwendig, Winterreifen zu montieren. Dadurch ereigneten sich zahlreiche Unfälle in ganz Österreich. Gegen Abend, als viele meinten, die Situation habe sich gebessert, wurde es auf der Bundesstraße 10, durch starke Schneeverwehungen gefährlich.
Untertags begann der festgefahrene Schnee teilweise zu schmelzen. Gegen 16:30 sanken die Temperaturen wieder unter den Gefrierpunkt und die B 10 wurde besonders im Abschnitt zwischen Neudorf und Parndorf zur Eisfahrbahn. Zahlreiche Fahrzeuge kamen von der Fahrbahn ab, konnten sich aber wieder selbst aus ihrer misslichen Lage befreien.
Um ca. 17:40 heulten in Neudorf die Sirenen. Wie von den meisten Feuerwehrleuten vermutet, handelte es sich um eine Fahrzeugbergung. Die Gendarmerie alarmierte die FF Neudorf und gab dem Disponenten in Eisenstadt einen falschen Standort an. Dadurch erreichten die Kräfte den Einsatzort erst mit 10-minütiger Verspätung.
Das Fahrzeug konnte dann aber ohne Probleme mit dem TLF aus dem Straßengraben herausgezogen werden. Kurz nachdem die Helfer wieder eingerückt waren, kam die nächste Meldung über hängen gebliebene Fahrzeuge. Da sich auf der Bundesstraße ein längerer Stau gebildet hatte, versuchten viele Autofahrer, über die asphaltierten Güterwege auszuweichen. Durch die Schneeverwehungen waren natürlich auch diese Wege für Pkws unpassierbar, was die betroffenen Autolenker zu spät bemerkten. Insgesamt wurden mehr als 20 Fahrzeuge abgeschleppt, ausgeschaufelt oder einfach nur mit Muskelkraft angeschoben. Nach fast drei Stunden konnte die FF Neudorf wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.
