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Keine Freude mit Verein zur Förderung der Feuerwehren

Oberösterreich: Nur wenig Freude bereitet den Feuerwehren Oberösterreichs ein derzeit sehr aktiver Verein, der sich selbst als „Verein zur Förderung der Feuerwehren“ bezeichnet. Ob das Geld auch tatsächlich zu 100% ankommt, ist derzeit noch in Frage zu stellen.

Bereits mehrere Feuerwehren wurden im Zuge ihrer Haussammlungen von verdutzten Bürgern darauf angesprochen, sie seien ja sowieso bereits dem oben genannten Verein beigetreten und zahlen dafür eine Mitgliedsgebühr von 120 Euro im Jahr. Nach den vorliegenden Informationen ist der Verein meist bei belebten Einkaufszentren aktiv und wirbt dort um die Mitgliedschaft. Das Geld wird in der Folge vom Konto abgebucht und der Verein versprach, dass damit auch die Feuerwehr des eigenen Wohnortes unterstützt werden würde.

Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber: „Durch diese Maßnahme wird der Spendenkuchen nicht größer, ganz im Gegenteil, der Verein nimmt den örtlichen Feuerwehren Geld, dass sie ansonsten bei der Haussammlung erhalten würden, weg.“ Somit kann kaum von einer Förderung zu sprechen sein.

Der Obmann des Vereins zur Förderung der Feuerwehren (VFFO), Herr Bertram Maier, erklärte gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten: „Viele Feuerwehren schicken heute nur noch Zahlscheine aus, die weggeworfen werden“. Durch die Mitgliedschaft will er das verhindern. Der VFFO will mit dem Geld „bedürftige Feuerwehren“ unterstützen. „Der Landes-Feuerwehrverband soll sie auswählen oder wir bieten uns direkt an“, erklärt der Vereinsobmann. Seiner Aussage nach macht er den Job ehrenamtlich. Erst kürzlich startete der Verein die Mitgliederwerbung im Großraum Linz, nach dem er im September in der Steiermark für Wirbel gesorgt hat. Angeblich gibt es 100 Mitglieder. Durch gesetzliche Rücktrittsrechte könne erst nach zwei Monaten Geld ausbezahlt werden.

Eines ist aus der Sicht der Feuerwehren jedoch unumstritten: Die Führung eines Vereins kostet Geld und meist ist auch der Standplatz bei den Einkaufszentren nicht gratis. Geld, das bereits verschlungen ist, ohne am eigentlichen Ziel anzukommen. Die Feuerwehren ziehen auf diese Weise auf jeden Fall den Kürzeren, da sie im örtlichen Bereich um ihr Geld „sterben“. Und was jeder einzelnen Feuerwehr im kleinen Bereich hilft, hilft auf der Dimension der Landesebene nicht unbedingt wirklich weiter. Seitens der Feuerwehren ergeht somit die Empfehlung, nicht auf Züge aufzuspringen, die sich den Namen von Rettungs- und Einsatzorganisationen zunutze machen. Wer seine örtliche Feuerwehr unterstützen möchte, soll sich gleich direkt mit der Feuerwehr selbst in Verbindung setzen. Die ist für die Spende nicht nur dankbar, sondern ihr wird damit auch wirklich geholfen. Und der Nutzungsgrad der Spende beträgt satte 100%.

In zunehmenden Ausmaß wenden sich nicht nur Feuerwehrmitglieder, sondern auch zahlreiche Bürgermeister der Gemeinden an den Oö. Landes-Feuerwehrverband, um sich über die Vorgangsweise des Vereins zu informieren. Der Tenor ist eindeutig: Wirklich erfreut, ist niemand der Feuerwehrleute oder der Gemeindeoberhäupter.

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