Tirol: Behördenfunk – Die Thematik geht weiter
Tirol: Die Universiade in Tirol ist auch der erste Härtetest für das neue Digitalfunk-System für Exekutive und Rettungsorganisationen. In Tirol läuft das Pilotprojekt für den österreichweiten Behördenfunk.
Die Bundesministerin für Inneres, Liese Prokop, und Sicherheits-Landesrat Konrad Streiter informierten sich in der Landes-Warnzentrale über die vorläufigen Testergebnisse des neuen Digitalfunk-System „BOS Austria“ (BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben). Tirol ist das erste Bundesland, das dieses System gemeinsam mit dem Innenministerium realisiert.
„Die ersten Funktions- und Belastungstests waren positiv, seit heute Vormittag läuft die komplette Abwicklung der Großveranstaltung `Universiade´ über das BOS-Austria. Bereits im Training sowie bei den Pistenvorbereitungen wurde das BOS in kleinem Rahmen getestet. Mit heute, 16.30 Uhr, sind aktuell 280 Geräte aktiv, 500 Geräte wurden ausgegeben. Die ersten Ergebnisse des heutigen Tages sind absolut positiv. Ein genaueres Resümee gibt es nach der Veranstaltung Anfang Februar“, erklärt Landesrat Streiter.
„Schritt für Schritt wird die Einführung in den anderen Bundesländern folgen. Bis 2009 soll der österreichweite Ausbau abgeschlossen sein, dann steht das System flächendeckend zur Verfügung. Wenn ein Bundesland die Standorte für die Basisstationen bereitstellt, ermöglicht das Innenministerium diesem Land die kostenfreie Nutzung des Systems“, erklärt Ministerin Prokop.
Getestet wird derzeit in Innsbruck, im Bezirk Innsbruck Land und in Hochfilzen. Das Organisations-Komitee, Gendarmerie, Polizei, Rettung, und Feuerwehr beteiligen sich am Test. „Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden vor der landesweiten Einführung ausgewertet und berücksichtigt“, sagt Landesrat Streiter.
„Nach der EU-weiten Ausschreibung wurde im Juni 2004 ein Konsortium der Firmen Alcatel Austria und Motorola als Best- und Billigstbieter ermittelt, die Investitionskosten betragen ca. 133 Mio. Euro“, so Prokop. Die Gesamt-Investitions-Kosten seitens des Landes Tirol betragen ca. 15 Mio. Euro.
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