Vbg: Unfall: Autolenker kämpfte gegen Erfrierungstod
Vorarlberg: Ein 44-jähriger Autofahrer ist in der Nacht auf Dienstag, 26.1.2005, mit seinem Fahrzeug in den Schwarzen See gestürzt. Der Mann hatte sich im eiskalten Wasser gerade noch selbst aus dem Auto retten können.
Auf dem Weg der Besserung ist jener Mann, der Dienstagnacht mit dem Auto in den Schwarzen See gestürzt ist. Laut Oberarzt Faé vom Landeskrankenhaus Feldkirch kann der 44-Jährige demnächst die Intensivstation verlassen. Er erlitt Erfrierungen und steht noch ganz unter dem Eindruck der Ereignisse.
Gegen 2.30 Uhr war der 44-Jährige von der glatten Fahrbahn abgekommen und mit seinem Auto in den Schwarzen See gestürzt. Er kletterte durch die hintere Türe aus dem Auto und musste dabei in den eiskalten See steigen. Mit letzter Kraft schleppte er sich zum gegenüberliegenden Haus, wo er sich die eiskalte durchnässte Hose ausziehen wollte. Er schaffte es aber nicht mehr. Kurz darauf fuhr Zilli Seidl aus Satteins am See vorbei und entdeckte das Auto.
Weil die Autotür zehn Zentimeter offen gewesen sei, habe sie dann geschrieen: „Ist da jemand?“ Es kam keine Antwort. Daraufhin habe sie sofort die Rettungskräfte alarmiert, sagte Seidl. Die Rettungskräfte rückten mit Tauchern an. Der Feuerwehrmann Hubert Müller fand schließlich den völlig entkräfteten Mann am Boden.
Für die Einsatzkräfte war klar, der Satteinser hätte nicht überlebt, wenn nicht zufällig um diese Uhrzeit noch jemand am See vorbeigefahren wäre. Der Mann wurde mit schweren Unterkühlungen auf die Intensivstation am Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert. Sein Zustand ist nach Angaben von Oberarzt Faé stabil.
