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Tirol: Nein zu zentraler Rettungsleitstelle – Feuerwehr für Zentrale

Tirol: Seit Jahren wird die sogenannte ILL, die integrierte Rettungsleitstelle des Landes Tirol, geplant. Am Donnerstag soll sie offiziell präsentiert werden. Doch nicht alle sind darüber erfreut. Zahlreiche Vertreter einzelner Regionen wollen unabhängig bleiben.

Von der Zentrale aus sollen alle Einsätzer der Rettung, der Feuerwehr und der Bergrettung koordiniert werden.

Welcher Rettungswagen in Schwaz wohin fährt, bestimmen zur Zeit die Herren in der Schwazer Rettungsleitstelle. Das soll auch so bleiben, wenn es nach den Plänen der Verantwortlichen im Bezirk geht. Die Leitstelle stelle auch eine Service-Station für die Einwohner dar.

Derzeit gibt es sieben regionale Leitstellen. Das Land Tirol und auch der Dachverband des Rotes Kreuzes wollen eine zentrale Leitstelle. Sie sei kostengünstiger. Zudem könnten Großeinsätze von einer zentralen Stelle aus besser und schneller koordiniert werden.

Doch vor allem bei kleinen, regionalen Einsätzen stößt die zentrale Lösung auf Widerstand, erklärt Walter Gaim, der Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz Landeck. Die mangelnde Ortskenntnis sei eines der größten Probleme bei einer zentralen Lösung.

Aus der großen Lösung mit einer zentralen Leitstelle dürfte also so schnell nichts werden. Lediglich Feuerwehr und Bergrettung stimmen der zentralen Lösung zu. Auch alle Hubschraubereinsätze sollen ab dem kommenden Jahr von der ILL in Innsbruck koordiniert werden.

Sollte sich die zentrale Lösung als besser, kundenfreundlicher und kostengünstiger erweisen, können sich die Vertreter, die sich noch dagegen verwehren, durchaus vorstellen, dass sie sich dieser zenrtalen Leitstelle anschließen würden. Doch das kann noch Jahre dauern.

Am Donnerstag ist die Vertragsunterzeichnung für die ILL. Man darf also gespannt sein, welche Lösung dabei präsentiert wird.

ORF Tirol

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