Ktn: Wasserknappheit bei Großbrand in Klagenfurter Fabrikshalle
Klagenfurt (Ktn): Ein Großbrand richtete am Donnerstagabend, 28.4.2005, in Klagenfurt hohen Schaden an. Eine Produktionshalle der Firma Gesa Transporttechnik wurde ein Raub der Flammen.
Knapp vor 18.00 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Klagenfurt in die Industriezone im Süden der Landeshauptstadt gerufen. Ein Anrainer hatte den Brand in einer Produktionshalle der Firma Gesa Transporttechnik bemerkt und selbst erste Löschversuche unternommen. Ein Mitarbeiter der Firma, der nach Dienstschluss noch einmal an den Arbeitsplatz zurückgekommen war, versuchte noch, Wertvolles aus der Halle in Sicherheit zu bringen.
Da in der Halle größere Mengen an Gummi gelagert waren, entwickelte sich giftiger, beißender Qualm. Der 44-Jährige musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, stand die Halle bereits zur Gänze in Flammen. Das Gebiet rund um die Fabrikshalle musste großräumig gesperrt werden. Hunderte Feuerwehrmänner, auch aus den umliegenden Gemeinden, waren bis in die Nacht im Großeinsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich durch einen Wassermangel als schwierig.
Die Klagenfurter Berufsfeuerwehr hatte bei der Bekämpfung des Großbrandes Schwierigkeiten. Es gab Probleme mit der Wasserversorgung. „Die Stadtwerke können uns nicht so viel Wasser zur Verfügung stellen wie wir zum Löschen brauchen“, sagte ein Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr. Daher habe man Tanklöschfahrzeuge angefordert.
Durch das Feuer drohten auch Hochspannungsleitungen auf die Straße zu stürzen, der Strom musste deswegen abgestellt werden. Dadurch ist es bis ins Rosental kurzfristig zu Stromausfällen gekommen. Die Halle, in der das Feuer ausgebrochen war, konnte zwar nicht mehr gerettet, ein Ausbreiten der Flammen auf die nahe gelegenen Gebäude wurde jedoch verhindert. Wie der Klagenfurter Kripo-Chef Walter Fischer auf Anfrage der APA erklärte, sei die Ursache noch nicht bekannt: „Die Brandsachverständigen werden erst Freitag früh mit der Arbeit beginnen können.“ Der Schaden liegt ersten Schätzungen zufolge bei 500.000 Euro.
Die kilometerweit sichtbare Rauchsäule lockte Hunderte Schaulustige an. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, um sie in Schranken zu weisen. Indirekt wurde zudem ein 74 Jahre alter Klagenfurter zum Opfer des Großbrandes. Er überquerte knapp nach 18.00 Uhr gerade einen Schutzweg. Eine 36 Jahre alte Autolenkerin wollte zeitgleich nach rechts abbiegen, als Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht und Folgetonhorn vorbeirasten. Die Frau wurde dadurch abgelenkt und übersah den Fußgänger. Der Pensionist wurde vom Auto erfasst, prallte gegen die Windschutzscheibe und stürzte zu Boden. Dabei erlitt er schwere Verletzungen und musste mit der Rettung ins Spital gebracht werden.
