Oö: Schwere Unwetterschäden im Bezirk Braunau
Bezirk Braunau (Oö): Hühnereigroße Hagelkörner haben im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich am Dienstag, 28. Juni 2005, allein in der Landwirtschaft einen Schaden von rund einer Million Euro angerichtet.
Das berichtete die Österreichische Hagelversicherung in einer Presseaussendung am Mittwoch. Nach den ersten Erhebungen der Sachverständigen sind mehr als 3.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen betroffen. Darunter befinden sich Felder mit Getreide, Mais, Gemüse und Grünland. Auch eine Gärtnerei wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Kurze aber heftige Gewitter haben Dienst Nachmittag in Oberösterreich wieder Unwetter-Schäden angerichtet. Betroffen waren diesmal die Bezirke Perg und Kirchdorf an der Krems. Im Raum Perg wurden Schäden aus den Gemeinden Langenstein, Mauthausen und St. Georgen an der Gusen gemeldet. Die Straße zwischen Langenstein und der Zufahrt zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers musste vorübergehend gesperrt werden, weil ein Bach über die Ufer getreten war. In Luftenberg an der Donau rann das Wasser einfach durch einen Bauernhof. Im Naarntal wurden bei dem Unwetter mehrere Bäume geknickt.
In Roßleithen bei Windischgarsten im Bezirk Kirchdorf löste ein Blitzschlag in einen Baum einen Brand in einem Waldstück aus. Die Feuerwehr bekam die Flammen rasch unter Kontrolle, der Einsatz war allerdings sehr anstrengend. Denn der Einsatzort konnte nur in einem Fußmarsch von einer halben Stunde erreicht werden. Zum Ausdämpfen der Glutnester wurde auch erwogen, dass ein Hubschraubers Löschwasser abwerfen sollte.
