Östereichs Feuerwehren helfen zum zweiten mal in Bulgarien!
Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats läuft eine Bulgarien-Hilfsaktion der Republik Österreich in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen
Bundesfeuerwehrverband. Es ist dies bereits das dritte Auslandseinsatz der Katastrophenhelfer österreichischer Feuerwehren binnen weniger Monate!
Ein Feuerwehrtransport aus Oberösterreich befindet sich derzeit auf dem Weg nach Bulgarien, wo es nach der Hochwasserkatastrophe im Juni nun zu einer neuerlichen Verschärfung der Schadenslage gekommen ist.
Österreichs Feuerwehr liefert 30.000 Sandsäcke, acht Stromaggregate (8-13 kVA) sowie einen 40 PS-Außenbordmotor in die Krisenregion. Die Hilfslieferung repräsentiert einen Wert von rund 75.000 Euro. Sandsäcke und Geräte sind vom Landesfeuerwehrverband Oberösterreich zur Verfügung gestellt worden. Das Bundesministerium für Inneres kommt für die Wiederbeschaffungskosten sowie für den Sachaufwand des Hilfstransports auf, der sich auf die reinen Betriebsmittel (Treibstoff etc.) beschränkt. Die Personalleistungen werden von den Feuerwehrleuten UNENTGELTLICH erbracht!
Bereits in Juni sind bei einer ähnlichen Aktion von der Feuerwehr 53.000 Sandsäcke in die Region Sofia transportiert und übergeben worden.
Der Transport wird mit einem Feuerwehr-Lkw, begleitet von einem Kommandofahrzeug, von insgesamt vier Mann durchgeführt. Fahrzeuge und Mannschaft kommen vom Landesfeuerwehrverband Oberösterreich.
Hilfstransport durch serbische Schikanen behindert!
Der Hilfstransport ist am Mittwoch um 13 Uhr gestartet. Die Fahrtstrecke führt über Ungarn und Serbien. Ursprünglich hätte die Hilfslieferung heute um 14 Uhr die bulgarische Grenze erreichen sollen. Doch beim Grenzübertritt von Ungarn nach Serbien wurden die Einsatzkräfte durch Schikanen serbischer Zöllner fast vier Stunden lang aufgehalten. Erst nach Interventionen durch das Bundesministerium für Inneres sowie auf
diplomatischer Ebene konnte der Transport endlich fortgesetzt werden.
Voraussichtlich in den Abendstunden werden die Sandsäcke und die Geräte an bulgarische Hilfekräfte übergeben. Dabei erfolgt eine Einschulung auf die Stromaggregate und den Außenbordmotor.
Nach dem Auslandseinsätzen in Rumänien Ende Mai und dem
Hochwasser-Hilfstransport im Juni haben die Österreichischen Feuerwehren binnen kürzester Zeit ein drittes Mal ihre Kompetenz als schlagkräftige Katastrophenschutzorganisation unter Beweis gestellt!
