Nö: Großangelegte Suchaktion in Mariensee
Bezirk Neunkirchen (Nö): Eine groß angelegte Suchaktion fand am 3. November 2005 im Bezirk Neunkirchen statt.
Bergrettung, Feuerwehr und Rotes Kreuz sind seit dem frühen Nachmittag mit rund 100 Mann im Einsatz und suchen nach einem 31-jährigem Mann der in Mariensee als vermißt gemeldet wurde.
Am Donnerstag nachmittag wurden von der LEBIG Rettungsleitstelle die Bergrettungsortstellen Aspang, St. Corona und Mönichkirchen sowei die NÖ Rotkreuz Suchhundestaffeln alarmiert. Ausgehend von Mariensee wurde der Bereich um ein Heim nach dem geistig behinderten Mann gesucht. „Wir erwarten die Ankunft von weiteren 200 Bergrettungsleuten aus dem südlichen Niederösterreich.“ berichtet der Einsatzleiter der Bergrettung Aspang Christian Brunner. Von der LEBIG Leitstelle wurde Gebietsalarm für die Bergrettung NÖ Ost ausgelöst. „Wir werden den Suchradius auf fünf Kilometer im Umkreis ausdehnen.“ berichtet Brunner weiter.
Luis Josel Landeseinsatzleiter der Rotkreuz-Suchhunde unterstützt die Einsatzkräfte mit 12 Suchhundeteams der Staffeln Wr. Neustadt, Neunkirchen und Purkersdorf. Mit den einsatzerprobten Hunde wurde bereits eine Suchkette durchgeführt, doch wird nun eine weitere beginnen um einen größeren Bereich abzusuchen.
Derzeit befinden sich die Feuerwehren Mönichkirchen, Tauchen, Schlag, Zöbern, Koigsberg, St.Peter und Mariensee im Einsatz.
Update: Die Suchaktion der 135 Einsätzkräfte im Bereich Mariensee wurde aufgrund der schwierigen Verhältnisse vorübergehend eingestellt. Der 31-jährige Mann welcher seit heute mittag fieberhaft gesucht wird, konnte bis 21.30 Uhr nicht gefunden werden.
Im Einsatz standen 80 Bergretter, 60 Feuerwehrkräfte und 12 Suchhundeteams des Roten Kreuzes. „Morgen früh ab 05.30 Uhr werden wir wieder alarmieren, damit wir gegen 07.00 Uhr die Suche wieder fortsetzen können.“ berichtet der Bergrettungseinsatzleiter Christian Brunner aus Aspang. „Gemeinsam mit Bergrettungskollegen aus der Steiermark werden wir uns wieder aufmachen, den Mann zu suchen.“, so Brunner.
Auch die Rotkreuz-Suchhundestaffeln werden durch Hundestaffeln des Arbeiter-Samariterbundes Ebreichsdorf verstärkt werden, welche gemeinsam mit Feuerwehr und Bergrettung die Suchaktion mit ihren feinen Nasen unterstützen werden.
Update per 4. November:
Suchradius ausgedehnt: Bergrettungsdienst, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Samariterbund, Polizei und Österreichische Sport Hunde Union gehen gemeinsam vor, um den 31-jährigen, der seit Gestern, seit den frühen Nachmittagsstunden vermißt wird, zu finden. Der Suchradius wurde auf bis zu zehn Kilometer ausgedehnt, welcher mit mehr Personal dursucht wird.“, berichtet Gebiet NÖ Süd – Bergrettungseinsatzleiter Josef Böck. Auch Bergrettungsmannschaften aus der Steiermark beteiligen sich an der Suche und durchkämmen das Gebiet von der ihrer Seite her. „Derzeit sind 70 Bergretter und 40 Feuerwehrleute und Suchhundeteams im Einsatz, wir hoffen, mehr Personen in den Einsatz stellen zu können.“ ist Böck zuversichtlich, dass mehr Freiwillige der Einsatzorganisationen verfügbar werden.
Suchhunde im Einsatz: 20 Suchhundeteams des Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariterbunds, der Bergrettung und der Österreichische Sport Hunde Union unterstützen dabei mit ihren, für diese Fälle speziell trainierten, Vierbeiner. „Gemeinsam mit den Kameraden der anderen Organisationen arbeiten wir zusammen, um den Mann zu finden.“ teilte Luis Josel, Landeseinsatzleiter der NÖ Rotkreuz-Suchhunde, mit.
Aufruf der Polizei: Von der Exekutive ergeht der Aufruf an die Bevölkerung in ganz Niederösterreich sachdienliche Hinweise an die nächste Polizeidienststelle zu richten. Der abgängige Mann heißt Herbert Lehner, ist 31-Jahre alt, zirka 185cm groß, schlank. Als besondere Merkmale gelten seine non-verbale Kommunikation und eine grimassenhafte Mimik. Er reagiert auf den Ruf seines Namens „Herbert“.
