Oö: Vollbrand einer Holzhütte im Florianerwald
St. Florian (bei Linz, Oö): Am 10. Jänner 2006 wurde die Feuerwehr St. Florian um 21:30 Uhr bei der wöchentlichen Übung telefonisch durch einen Passanten informiert, dass eine größere Holzhütte im Forstholz in Brand stehe.
Darauf rückten zwei Tanklöschfahrzeuge eine Einsatzleitfahrzeug und ein Kleinlöschfahrzeug Richtung Einsatzort aus. Bei eintreffen am Einsatzort wurde durch Einsatzleiter OBI Winkler folgender Lage erkundet: eine Holzhütte stand im dicht bewaldeten Forstholz ca. 300 Meter vom Straßenrand in Vollbrand. In der Hütte wurde eine größere Menge Futtermittel gelagert.

Während der Löscharbeiten entdeckte der Angriffstrupp den eingestellten Traktor, der Raub der Flammen wurde. Die Einsatzleitung wurde während der Arbeiten durch den Förster informiert, dass sich im Wohnbereich eine Propangasflasche befand, welche zu Heizzwecken diente. Durch diesen Umstand wurde sofortiger Rückzug des Angriffstrupps angeordnet. Nach Lokalisierung und Kühlung der Flasche wurde diese durch die Feuerwehr geborgen und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Anschließend konnte der umfassende Löschangriff mit zwei Strahlrohren wieder aufgenommen werden. Durch die versteckten Glutnester unter der Dachhaut dauerte der Löscheinsatz an.
Um ein vollständiges Ablöschen des Brandes zu ermöglichen, musste das Dach entfernt werden. Durch diese Maßnahmen konnten auch die letzten Glutnester abgelöscht werden. Besonders erschwerend für die Einsatzkräfte der Feuerwehr St. Florian war der Umstand, dass der Löscheinsatz während einer Temperatur um die 10 Grad Minus und bei einer Schneedeckenhöhe von 35 cm erfolgte. Bereits während des Löscheinsatzes wurden Schläuche durch die tiefen Temperaturen gefroren.

Durch den raschen und effektiven Einsatz der Feuerwehr Florian konnte ein Waldbrand verhindert werden, da bereits bei Ankunft der Feuerwehr die umliegenden Bäume Feuer gefangen haben. Die Feuerwehr Florian stand mit 27 Mann und vier Fahrzeugen rund zweieinhalb Stunden im Einsatz.
