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Schweizweit einzigartiges Rettungsfahrzeug: All-Terrain-Vehicle (ATV) für den Uetliberg

ZÜRICH (SCHWEIZ): Rettungen am Uetliberg sind eine Herausforderung. Damit die Einsatzkräfte der Sanität von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) schneller und sicherer zu den Patienten in schwierigem Gelände gelangen, kommt mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) in Kürze ein spezielles Fahrzeug zum Einsatz. Es ist in seinem Ausbau schweizweit einzigartig.

Der Uetliberg lockt als Naherholungsgebiet der Stadt Zürich jedes Jahr mehrere hunderttausend Menschen an. Schwieriges Gelände, steile und schmale Durchfahrten sowie verschneite oder vereiste Wege stellen für die Einsatzkräfte der Sanität von SRZ in medizinischen Notfällen eine zunehmende Herausforderung dar. Oftmals geht wertvolle Zeit verloren und die Rettungskräfte arbeiten sich nur mit Mühe und Not bis zu den hilfesuchenden Personen vor.

Probleme mit großen Fahrzeugen

Im Sommer sind es vor allem Wanderer, Kletterer und Biker, welche den Hausberg besuchen. Gerade bei Unfällen ist es für die Rettungskräfte der Sanität schwierig, mit den bis zu 5 Tonnen schweren Rettungswagen durch die engen Waldwege zu den Bike-Trails und den Hilfesuchenden vorzudringen. Die Rettungskräfte sind oft gezwungen über längere Strecken zu Fuß zu gehen.

Aber auch in den Wintermonaten sind die Rettungskräfte am Uetliberg gefordert. Bei Schlittelunfällen stoßen die Fahrzeuge, die hauptsächlich im Stadtgebiet eingesetzt werden, auf dem oftmals eisigen und rutschigen Terrain an ihre Grenzen. Zusätzlich zu den Sportunfällen kommt das ATV auch bei allgemeinen medizinischen Notfällen zum Einsatz.

Interne Diplomarbeit als Grundlage

Im Rahmen einer internen Diplomarbeit hat SRZ die Einsätze am Uetliberg vertieft analysiert, mögliche Verbesserungen erkannt und umgesetzt. Der Bereichsleiter Sanität von SRZ, Michael Schumann, zeigt sich erfreut: «Mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) können wir am Uetliberg auch in unwegsamem Gelände bei jeder Witterung und Jahreszeit rascher und sicherer medizinische Hilfe leisten. Der Schutz der Patienten und der Rettungskräfte sowie die Hilfsfrist werden entscheidend verbessert.»

ATV für schwieriges Gelände

Das ATV ist mit seinem speziell für schwieriges Gelände konzipierten Ausbau schweizweit einzigartig in dieser Form. Das Rettungsmittel rückt jeweils von der Wache Triemli zum Einsatzort aus und wird durch ein Rettungsdienst-Team aus der Schicht betrieben. Die Beschaffungskosten belaufen sich auf knapp 100.000 Franken (90.000 Euro).

Das ATV ist 1’640 Kilogramm schwer und damit drei Mal leichter als die gängigen Rettungswagen. Mit seiner multifunktionalen Bauweise ist es bestmöglich für den Einsatz im steilen und schmalen Gelände ausgestattet. Weiter soll das Spezialfahrzeug auch an Anlässen eingesetzt werden.

Spezifikationen

– Typ: Can-Am Traxter Max HD-10 / Spezialaufbau Brändle AG
– Motorleistung: 82 PS / Allradantrieb 4×4 mit Differentialsperre
– Max. Geschwindigkeit: 60 km/h
– Anzahl Plätze: 3 Sitzplätze / Patiententransport liegend / geschlossene Kabine für optimale Sicherheit inkl. Witterungsschutz

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