Brand

Bgld: Von der Ballnacht zum Gebäudevollbrand (FF Wiesen)

Wiesen (Bgld): Am Samstag, dem 21. Jänner 2006, hielt die FF Wiesen ihren alljährlichen Feuerwehrball ab. Nach einer rauschenden Ballnacht war die Ruhe nur von kurzer Dauer.

Um 4.53 Uhr fingen alle 3 Sirenen des Ortes zu heulen an. Grund dafür war ein Gebäudebrand in Wiesen in der Hintergasse in Wiesen. Bereits 3 Minuten nach der Alarmierung durch die Feuerwehralarmzentrale konnte das TLFA 2000 mit 3 Mann Besatzung das Feuerwehrhaus verlassen. RLFA 4000, LF-B und das KLFA folgten mit 32 Mann nur kurz darauf.

In einem Gebäude war aus noch ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. In diesem Gebäude befindet sich ein Lagerraum und eine Garage. wobei zum Zeitpunkt des Brandes kein Auto darinnen stand. Dieses Gebäude ist ein Bau aus früheren Zeiten, wobei das Haus ca. 5 m breit und 30 m lang ist. Im Dachstuhl ist alle 10-12 m eine Feuermauer inzwischen gemauert, welches das ganze Dach in 3 Brandabschnitte teilt. Der Garagen- und Lageraum ist ca. 4 mal 10 m lang wobei im vorderen Teil des Traktes ein Halbstock anfing. Über dem Raum ist keine Decke, sondern gleich der Dachstuhl aufgesetzt. Unter dem Halbstock befindet sich ein Wohnraum, welcher zum Zeitpunkt des Brandes unbewohnt war.

Als das erste Fahrzeug am Einsatzort ankam, standen der Garagen- und Lagerraum sowie der Dachstuhl des ersten Brandabschnittes bereits in Vollbrand. Die Gefahr bestand das die Flammen auf das daneben liegende Nachbarhaus übergreifen sowie das sich das Feuer am Dachstuhl weiter ausbreiten, welchen bis zu dieser Zeit durch die im Dachstuhl eingebaute Feuermauer verhindert wurde. Nach dem Eintreffen wurde sofort eine Riegelstellung zwischen dem Brandobjekt und dem Nachbargebäude mittels 2 HD Rohren vom TLFA gestellt. Somit konnte ein Übergreifen des Brandes auf das Nachbargebäude erfolgreich verhindert werden. Weiters wurde ein umfassender Außenangriff mittels 2 weiteren HD- Rohren vom RLFA und einem B-Rohr in Angriff genommen. Nachdem das Garagentor, welches sich durch die Hitzeeinwirkung schon verformt hatte, mittels Manneskraft gewaltsam geöffnet wurde, konnte auch ein Innenangriff unter ATS gestartet werden. Weiters wurde das ganze Gebäude mittels Belüftungsgerät rauchfrei gemacht.

Dadurch, dass bei diesem Altbau in den Feuermauern kleine Holztüren zum Durchsteigen der Räume eingebaut sind, griff auch schon das Feuer auf den nächste Dachabschnitt, welches aber sofort eingedämmt wurde und somit ein weiteres Ausbreiten verhindert wurde. Bereits nach 20 Minuten konnte „Brand Aus bis auf die Glutnester“ gegeben werden. Die Wasserversorgung wurde durch 2 Hydranten sichergestellt. Die Nachlöscharbeiten wurden dann von 2 ATS-Trupps durchgeführt, welche bis zu dieser Zeit als Reservetrupp bereitgestellt waren.

Da sich im inneren des Gebäudes jede Menge an Ofenholz und Zeitungspapier befand, dauerten die Nachlöscharbeiten noch bis 7 Uhr. Nebenbei untersuchten auch schon die anwesenden Polizisten die Brandursache. Bis zum Einsatzende war die Ursache des Brandes noch nicht bekannt. Anschließend wurde mit Hilfe der im Ort ansässigen Baufirma Bretter und Planen organisiert, welche danach provisorisch das Dach im vorderen Teil dicht machen sollten, damit der Wohnraum durch die Witterung nicht beschädigt wurde. Durch den gezielten Innen- und Außenangriff ist in dem Wohnraum darunter kein Wasserschaden entstanden. Um 8 Uhr dann konnten dann alle Fahrzeuge der Wehr wieder ins Feuerwehrhaus einrücken und nach den Reinigungsarbeiten und die Versorgung der Geräte wurde die volle Einsatzbereitschaft um 9 Uhr wieder an Florian Burgenland gemeldet.

FF Wiesen: TLFA 2000, RLFA 4000, LF-B, KLFA und 35 Mann/Frau – Polizei mit 2 Mann und einem Streifenwagen.

FF Wiesen

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