Nö: Feuerwehr Strasshof testet SMS-Alarmierung
Strasshof (Nö): Letzte Woche hat die Feuerwehr Strasshof eine SMS-Alarmierung eingerichtet. Ab sofort werden Feuerwehrleute auch direkt per Handy alarmiert.
Bei der Feuerwehr Strasshof, mit 130 Mitgliedern eine der größten im Bezirk Gänserndorf, ist eine rasche Alarmierung für eine effiziente Schlagkraft von hoher Bedeutung. Alle Feuerwehrleute mit einem Personenrufempfänger auszustatten ist sehr teuer. Trotzdem hat es die Feuerwehr Strasshof bisher immer geschafft, diese Infrastruktur zu halten und beinahe jedes Mitglied mit einem mehr oder weniger neuen Personenrufempfänger [Alarmpager] auszustatten. Der große Vorteil der Alarmpager liegt in der Alarmierungsgeschwindigkeit – man kann binnen Sekunden hunderte Personen alarmieren. Eine SMS-Alarmierung würde bei 100 Personen dementsprechend länger dauern. Diesen Nachteil hat nun das System „Blaulicht-SMS“ beseitigt oder zumindest verbessert. Erste Tests bestätigen einen raschen zeitgleichen Versand der SMS – bei einem Alarmeinsatz ist das sehr wichtig, da es unter Umständen auf jede Sekunde ankommt.
Weiterer besonderer Vorteil ist die unbeschränkte Anzahl der Gruppenteilnehmer. Ebenso ist eine Unterteilung in bestimmte Gruppen möglich, so dass eine gezielte Alarmierung der Einsatzkräfte möglich ist. Alarmierungen können sowohl von Florian Mistelbach als auch von berechtigten Personen durchgeführt werden. Es gibt auch weitere Zusatzfunktionen wie zum Beispiel die Option einer „Flash SMS“. Unterschied zu einer normalen SMS ist folgender: während man bei der normalen SMS erst den Button „lesen“ betätigen muss um die SMS zu sehen, erscheint die „Flash SMS“ sofort auf den Displays der Handys ohne dem Drücken einer einzigen Taste.
„Es ist lediglich eine Testphase! Wenn wir merken, dass sich dieser Dienst nicht rentiert können wir es monatlich abbestellen“, sagt Feuerwehrkommandant Richard Fischer. „Wir wollen damit nicht nur zu Einsätzen alarmieren, sondern auch Informationen damit verschicken z.B. Termine für diverse Treffen.“
Ein Handy hat beinahe jedes Feuerwehrmitglied – also warum dieses Medium nicht fürs Alarmieren verwenden? Auch die meisten Feuerwehrjugendmitglieder sind mobil erreichbar. Ein Handy ist sicherlich öfters beim Mann/an der Frau als der Alarmpager und gerade am Tag ist jeder wichtig. Mit diesem System erhöht sich unsere Flexibilität und damit auch die Sicherheit der Strasshofer Bevölkerung.
