Schneedruck 2006 – Feuerwehr-Rechnungen sorgen für Wirbel

Österreich: Die Feuerwehr-Rechnungen für das Abräumen Tausender Hausdächer im Land ob der Enns sorgen weiter für Wirbel. „Das Geld wird für die Erhaltung der Einsatzfahrzeuge oder für Ausrüstung verwendet…
… Denn leider bekommen wir von vielen Gemeinden zu wenig Mittel“, so FF-Pressesprecher Hermann Kollinger. Eine Bezahlung der Ehrenamtlichen wird vom Land abgelehnt.
Dieser Tage bekamen viele Hausbesitzer eine Rechnung von ihrer Feuerwehr. „Ich hatte Angst, dass mein Haus zusammenbricht, wenn ich auf Urlaub bin. Deswegen hab ich die Feuerwehr gebeten, mein Dach zu räumen“, sagt eine Betroffene. Als sie aber eine Woche später wieder heimkam, fiel die Frau aus allen Wolken: Sie soll 500 € für den Schneeräum-Einsatz zahlen. „Bei den meisten Menschen herrscht die Meinung vor, es sei gratis, wenn die Feuerwehr kommt und etwas macht. Aber das stimmt nicht“, erklärt Hermann Kollinger.

Die Einnahmen hätten die freiwilligen Helfer bitter nötig: „Vielerorts ist wenig Geld für die Feuerwehr da“, so Kollinger zur Finanzmisere. Natürlich bekomme der Einzelne nichts, das Geld werde oft dringend für die Erhaltung der Substanz der Wehren benötigt. „Schließlich soll sich ja auch eine Feuerwehr rentieren“, so ein Florianijünger. „Doch meist bleibt unsere Bilanz aber negativ.“
Bekanntlich hat die SPÖ zuletzt ja generell eine Bezahlung für die Freistellung von Ehrenamtlichen gefordert, was Landes-Feuerwehrreferent Josef Stockinger (VP) ablehnt. Man könne nicht einen Teil der Einsatzkräfte entlohnen und damit unterschiedliche Kategorien schaffen. Der Landesrat über die aktuelle Rechnungs-Diskussion: „Ich gehe davon aus, dass bei 99,9 Prozent der Schnee-Einsätze auf Dächern Gefahr in Verzug war. Sonst würden die Helfer ja nicht hinaufsteigen. Und in solchen Fällen sind die Einsätze kostenlos. Das ist durch den Katastrophenhilfsdienst geregelt.“ Über die genaue Praxis der Rechnungs-Versendungen werde noch geredet, Einzelfälle würden abgeklärt.
Anmerkung:
Leider kamen einige Inhalte nicht so oder gar nicht rüber, wie es hätte sein sollen.
