Nö. Hochwasserlage entspannt sich – Wasserdruck auf die Dämme sinkt
Niederösterreich: Die Lage in den Hochwassergebieten an der March entspannt sich weiter. Der Pegel der March ist um einen Meter gefallen. Die Feuerwehren und das Bundesheer waren in der Nacht auf den 8. April 2006 mit Sicherungsarbeiten und der Dammwache beschäftigt.
Die Dämme an der March haben in der Nacht gehalten. Die Feuerwehren haben die ganze Nacht über Sicherungsarbeiten in Stillfried-Grub, Angern, Mannersdorf und Dürnkrut durchgeführt. Durch den sinkenden Pegel des Flusses lässt der Druck auf den durchweichten Damm nach. In Zwerndorf können die Bewohner seit Freitag wieder in ihre Häuser zurück.
Pumparbeiten müssen warten: Die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten werden Monate dauern. Das Wasser kann laut Feuerwehr nicht sofort abgepumpt werden, obwohl die Bewohner verständlicherweise darauf drängen. Bezirks-Feuerwehrkommandant Georg Schicker berichtete, dass Bausachverständige unterwegs seien und jedes Haus einzeln freigeben müssen. Erst danach könne mit den Pumparbeiten begonnen werden.
Katastrophentourismus: Durch das schöne Wetter am Wochenende werden aber nicht nur Helfer in den überfluteten Ortschaften unterwegs sein. Der Katastrophentourismus wird auch vor den Gebieten an der March nicht halt machen. Georg Schicker appelliert in diesem Zusammenhang, die Dämme zu schonen und nicht mit dem Auto zu befahren.
Freiwillige Helfer gesucht: Es hat sich dafür schon ein Aktionskomitee gebildet, das die Fahrt und den Einsatz von freiwilligen Helfern in das Hochwassergebiet organisieren wird. Freiwillige Helfer, die beim Aufräumen im Hochwassergebiet entlang der March mitarbeiten wollen, können sich telefonisch bei einer eigens dafür eingerichteten Hotline melden. Die Telefonnummern: 02282 24 84 5331 oder 02282 24 84 5333.
