Mix

Helferkarrenz – Firmen lassen sich bereitwillig helfen, mehr nicht

Linz (Oö): So regelmäßig wie der Schlamm in den Häusern, bleibt nach jedem Hochwasser die politische Diskussion über eine so genannte Helferkarenz übrig:

Diesmal fordert der neue ÖGB-Präsident Franz Hundstorfer „Rechtssicherheit für freiwillige Helfer“ nach dem Einsatz in Niederösterreich. Es könne nicht sein, dass Feuerwehrmänner sich für das Sandsäckeschleppen oder Kellerauspumpen auch noch Urlaub nehmen müssten und dabei auf die Kulanz ihrer Arbeitgeber angewiesen seien.

Ist aber so, jedes Mal, lieber Herr Hundstorfer: Firmen im Katastrophengebiet lassen sich von Feuerwehr und Heer bereitwillig helfen, aber die Wirtschaft ist nicht bereit, über eine Helferkarenz auch nur zu reden.

Auch die Politik, die jedes Mal nach Katastrophen vollmundig Verständnis für die schwierige Situation der Freiwilligen heuchelt, unternimmt in Wahrheit absolut nichts, um die Absicherung der Freiwilligen zu verbessern.

Damit bleibt alles wie es ist: Die Helfer riskieren erst ihre Gesundheit und dann ihren Job.

Firmen lassen sich bereitwillig helfen, mehr nicht.

Ein Kommentar von Peter Affenzeller in der Ausgabe der Oö. Nachrichten vom 11. April 2006.
Oö. Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert