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Hochwasser Niederösterreich 20006: 16.300 Manntage geleistet

Niederösterreich: Mindestens 23 Millionen Euro Schaden hat das Hochwasser an der March verursacht, sagte Landesrat Josef Plank (ÖVP) am Mittwoch in St. Pölten. In der Frage des nicht sanierten Damms an der March sieht Plank die Verantwortung beim Bund.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in St. Pölten sagte Katastrophenschutz-Landesrat Plank, dass auch ein sanierter Damm bei dem über hundertjährigen Hochwasser an der March keinen lückenlosen Schutz geboten hätte. Die Wasserstraßen-Gesellschaft des Bundes, die VIA DONAU, sei für die Sanierung des Damms zuständig und habe die nötigen Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht abgeliefert. Dadurch hätte sich die UVP verzögert. In Zukunft will Plank in solchen Fragen schneller handeln: „Am Ende des Weges gibt es einen Punkt, wo ich sage, Menschenschutz geht vor Fragen des einzelnen Baumes.“ Das Land NÖ will in Zukunft 156 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investieren.

Einsatz habe gut funktioniert: Prinzipiell habe der Einsatz an der March gut funktioniert. Im Hochwassergebiet wurden 450 Häuser beschädigt. Die Feuerwehrleute waren bisher 16.300 Arbeitstage in der Region beschäftigt. Dabei wurden 350.000 Säcke mit Sand befüllt. Bis zu 770 Soldaten des Bundesheeres und 150 Mitglieder des Roten Kreuzes waren täglich im Einsatz. Auch die Zusammenarbeit mit den tschechischen Behörden habe sehr gut funktioniert, bilanzierte Plank.

Die Schadenshöhe wird vorläufig mit 23 Millionen Euro beziffert. Die ersten Schadensauszahlungen des Landes sind bereits erfolgt, ermöglicht durch drei Millionen Euro Soforthilfe des Landes NÖ. Offen bleibt weiter die Situation der Gemeinde Dürnkrut. Solange eine Sammelklage gegen die Republik im Raum schwebt, wird den Betroffenen in Dürnkrut kein Geld ausbezahlt, betonte Plank.

ORF Niederösterreich

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