Nö: Großübung mit drei Szenarien auf der neuen S1 bei Vösendorf
Vösendorf (Nö): Nach intensiven Planungen und Koordinationen mit den anderen Rettungsorganisationen kamen die Tage der Vorbereitung. Es wurden insgesamt 3 Szenarien vorbereitet. Eine fand im Tunnel statt und die anderen zwei vor dem Tunnelportal.
Die Szenarien wurden in einem Hauptunfall und zwei Folgeunfälle gegliedert. Um genügend Verletzte zu haben, brauchten wir jede Menge Statisten. Diese wurden von Bundesheerangehörige der Kaserne Baden und weitere (bekannte, verwandte) Personen von Feuerwehrleuten und Rettungsdienst gestellt. In Summe waren es dann um die 64 Personen. Diese wurden dann von der Rettung detailgetreu geschminkt und teilweise entstellt. Danach wurden sie auf die Szenarien aufgeteilt.

Der Hauptunfall war ein schwerer Verkehrsunfall im Tunnel Fahrtrichtung Knoten Vösendorf mit PKWs, einem LKW und einem Autobus sowie mehreren eingeklemmten Personen. Dieses Szenario wurde von den Feuerwehren Vösendorf, Hennersdorf und Brunn am Gebirge in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst abgearbeitet. Hier galt es die eingeklemmten, verletzten Personen zu betreuen und nach Absprache mit dem Notarzt aus den Unfallwracks mittels hydraulischen Rettungsgeräten zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben.

Der erste Folgeunfall war kurz vorm Tunnelportal mit einem Gefahrgut LKW und einem PKW sowie eine eingeklemmte Person. Dieses Szenario wurde von den Feuerwehren Perchtoldsdorf und Wiener Neudorf in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst abgearbeitet. Nachdem hier aus einem leckgeschlagenen Fass ätzende Säure austrat, wurde zunächst ein Absperrbereich festgelegt. Danach wurde unverzüglich die Menschenrettung durchgeführt und der Verletzte dem Rettungsdienst übergeben. Anschließend wurde unter Schutzstufe 3 (Chemikalienschutzanzug) die Säure neutralisiert, das Fass geborgen und sichergestellt.

Der zweite Folgeunfall war mit einem Autobus, einem Motorrad und mehreren Verletzten. Dieses Szenario wurde von der Feuerwehr Vösendorf und dem Rettungsdienst abgearbeitet. Hier war am Anfang die Feuerwehr besonders gefordert, da der angeforderte Rettungsdienst seine Zeit brauchte um zur Einsatzstelle zu kommen da schon sehr viele Kräfte der Rettung im Einsatz waren. Zunächst wurde der verletzte Motorradfahrer erstversorgt und anschließend unter dem Autobus hervor geholt und weiter betreut. Die Businsassen wurden zunächst von den Feuerwehrmännern erstversorgt und dann schon teilweise aus dem Bus gebracht und ebenfalls weiter betreut. Danach trafen auch schon Rettungskräfte ein und übernahmen die Versorgung. Die anderen Verletzten wurden dann nach Absprache mit dem Notarzt aus dem Bus gebracht.

Die Übung konnte nach gut einer Stunde erfolgreich beendet werden. Die Zusammenarbeit war durchaus sehr positiv. Insgesamt nahmen 104 Feuerwehrmänner mit 14 Fahrzeugen, die Exekutive und der Rettungsdienst an dieser Übung teil.
