Brand

Nö: Stockerauer Mülldeponie in Flammen – Bis zu 500 Fw-Leute im Einsatz

Stockerau (Nö): Seit 11 Uhr des 23. Mai 2006 stehen Teile der Mülldeponie Stockerau in Flammen. Die gewaltigen Rauchwolken waren weithin sichtbar.

Betroffen ist ein großes Areal der Deponie, eine Halle sowie ein Windrad. Im Bereich der Deponie ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden gekommen, die Dimension dieses Schadensereignisses übersteigt jedoch alles bisher da Gewesene.

Zur Brandbekämpfung stehen derzeit 25 Feuerwehren mit rund 300 Kräften im Einsatz. Die Brandbekämpfung kann nur unter Atemschutz vorgenommen werden. Schwierig gestaltet sich die Löschwasserversorgung: Das Wasser wird mit 30 Tanklöschfahrzeugen (davon 6 Großtanklöschfahrzeuge) der Feuerwehren der Umgebung im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht. Unter anderem ist auch die Berufsfeuerwehr Wien mit zwei Großtanklöschfahrzeugen vor Ort. Aus dem nahe gelegenen Göllersbach wird ebenfalls Löschwasser gepumpt.

Die Löscharbeiten zeigen erste Erfolge, ein Ende ist aber noch nicht in Sicht, die Brandbekämpfung wird noch längere Zeit andauern. Nachlöscharbeiten werden Tage dauern. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung der Umgebung vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mittlerweile ist jedoch eine deutliche Verringerung der Rauchwolken feststellbar. Schadstoffeinheiten der Feuerwehr und ein Chemiker der Landesregierung sind am Einsatzort und nehmen laufend Schadstoffmessungen vor.

Update 18.30 Uhr/23.05.06
Der Brand der Mülldeponie Stockerau ist mittlerweile unter Kontrolle, die Löscharbeiten konzentrieren sich auf nun auf die Bekämpfung von noch vorhandenen größeren Brandflächen und das Ablöschen zahlreicher Glutnester.
Seit 11 Uhr waren rund 500 Kräfte der Feuerwehr aus den Bezirken Korneuburg, Hollabrunn, Mistelbach und Tulln im Einsatz. 2 Flächenflugzeuge und 1 Hubschrauber des Bundesheeres unterstützten die Löscharbeiten aus der Luft. Zwei Schadstoffeinheiten der Feuerwehr führen laufend Messungen gemeinsam mit einem Chemiker der Landesregierung durch. Eine größere Schadstoffbelastung war zum Glück nicht gegeben. Die Rauchgase haben sich durch den starken Wind rasch verflüchtigt. Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen wie Fenster und Türen geschlossen zu halten sollten speziell für den Norden Stockeraus jedoch noch eingehalten werden.

In der Nacht werden die örtliche Kräfte der Feuerwehr durch Einheiten aus dem Abschnitt Wolkersdorf und dem Bezirk Gänserndorf abgelöst. Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich noch Tage dauern.

Update 24.5./07.30Uhr
Der Brand konnte in den Abendstunden durch einen umfassenden Löschangriff unter Kontrolle gebracht werden. Die schwierigen Löschwasserverhältnisse an der Einsatzstelle machten es notwendig eine ca. 4 km lange Zubringerleitung vom Göllersbach zu legen. Der Einsatz forderte mittlerweile 2 Leichtverletzte Feuerwehrkameraden.
Derzeit stehen rund 200 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Korneuburg im Löscheinsatz.

FF Stockerau
Nö. LFV / Brand Aus

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