Nö: Reisebus abgedrängt? – Vier Passagiere tot, 38 verletzt
Schrems (Nö): Bei einem Busunfall am Sonntagmorgen, 17. September 2006, in Schrems im Waldviertel sind vier Businsassen getötet worden, 38 wurden verletzt. Der tschechische Reisebus war von der Straße abgekommen und über eine Böschung gestürzt.
Der Fahrer des tschechischen Reisebusses gab nach Polizeiangaben an, ein Pkw habe den Bus überholt und von der Straße abgedrängt. Der Bus kippte über die Böschung, prallte gegen einen Baum und kam auf dem Dach zu liegen. Vier Passagiere starben an der Unfallstelle, zahlreiche Insassen wurden eingeklemmt. Die Feuerwehr schnitt sie aus dem Wrack. Nach Angaben der Rettungsleitstelle LEBIG wurden 38 Reisegäste verletzt. Die Rettung errichtete ein Sanitätszelt an der Unfallstelle. Dort werden die Verletzten versorgt, bevor sie auf Krankenhäuser in Nieder- und Oberösterreich aufgeteilt werden.
Die Polizei hat eine Kommission eingerichtet, die den Unfallhergang untersuchen und die Angaben des Busfahrers überprüfen soll. Am Sonntagvormittag war eine Pressekonferenz geplant, bei der nähere Details bekannt gegeben werden sollen. Nach Angaben der Rettung war der Bus mit einer tschechischen Reisegruppe besetzt, die auf dem Heimweg von einer Kroatien-Reise war. Der Busfahrer hatte den Bus in Wien übernommen.
Info des Nö. LFV: Kurz nach 05.00 Uhr stürzte ein tschechischer Reisebus – aus Kroatien kommend – bei Schrems über die Straßenböschung, rammte einen Baum und kam auf dem Dach zu liegen. Der Hilfseinsatz gestaltete sich schwierig, da die Verletzten einzeln aus ihrer Zwangslage befreit werden mussten. Sechs Feuerwehren mit 95 Mitgliedern und 21 Fahrzeugen trafen gemeinsam mit Rettungsmitteln des Roten Kreuzes aus dem ganzen Waldviertel in kurzer Zeit ein.
Rettung in nur 47 Minuten: In nur 47 Minuten gelang es sämtliche Insassen zu befreien und ärztlich zu versorgen. Die Rettungsarbeiten wurden erschwert durch Sprachschwierigkeiten sowie den Umstand, dass es sich bei der Gruppe teilweise um behinderte Personen handelte. Hauptaufgabe der Feuerwehren war die Schaffung von Zugängen und die Sicherung des Busses gegen weiteres Umstürzen. Die Kräfte führten im Anschluss die Sicherstellung des Reisegepäcks durch. Für die Bergung des tonnenschweren Fahrzeuges wurde das 70-Tonnen-Kranfahrzeug der Feuerwehr Krems sowie ein Privatunternehmen eingesetzt.
