B: Treibstoff im Kanalsystem
Unterpullendorf (B): Bei einem angenommenen Tankwagenunfall übten zehn Feuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf für den Ernstfall. Neben Menschenrettung aus verkeilten Wracks mussten gefährliche Stoffe – nämlich Treibstoff – auf dem Kanalsystem gebunden werden.
Großalarm für die Feuerwehren des Feuerwehrabschnittes IV am Samstagnachmittag im Bezirk Oberpullendorf. Zwischen Unterloisdorf und Unterpullendorf hängt ein Tankwagenzug quer über die Straße und ist mit einem Traktor kollidiert. Gefährliche Treibstoffe laufen aus und gelangen ins Kanalsystem.

Diese schrecklichen Szenen waren realitätsnahe Annahme einer Feuerwehrgroßübung in Unterpullendorf. Aber soweit hergeholt ist dieses Szenario gar nicht, werden hier doch wöchentlich zig-Tausend Liter Treibstoff im Unterpullendorfer Lagerhaus umgefüllt.
Binnen weniger Minuten waren die Florianis zum Übungsszenario vor Ort und begannen, die verletzten Personen aus den Fahrzeugwracks zu retten. Zeitgleich wurde damit begonnen, einen möglichen Brand mittels Feuewehr-Spezialschaum zu verhindern. Außerdem mussten der Treibstoff, der ins Kanalsystem gelangt war, gebunden werden.

Keine leichte Aufgabe für die Florianijünger, doch die insgesamt 138 eingesetzten Feuerwehrleute meisterten dieses Herausforderung sehr gut. Im Kanalsystem wurden Ölsperren errichtet genauso wie im nahe gelegenen Bach. Bei der Rettungsaktion der verletzten Lenker wurde Hand in Hand mit dem Roten Kreuz zusammengearbeitet.
„Die Kette der Hilfeleistungen hat heute perfekt gegriffen“, unterstrich Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Rudolf Ferscha nach der Übung. „Wir haben gesehen, dass im Falle einer Katastrophe die Feuerwehr sogar noch schneller vor Ort ist, als ursprünglich angenommen“, zog Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Werner Glatz abschließend wichtige Erkenntnisse aus der Übung. Und auch Bezirkshauptmann FM Klaus Trummer konnte sich von der Arbeit der Feuerwehrmänner überzeugen und sprach ihnen abschließend ein Lob aus.
