Medien / Fotografen

Todesopfer bei Hochhausfeuer in Bangladesch – Hunderte Menschen eingeschlossen

Bangladesch: In der Hauptstadt von Bangladesch stand am 26. Februar 2007 ein Hochhaus in Flammen. Hunderte Menschen mussten stundenlang qualvoll auf ihre Rettung warten.

Bei einem Brand in einem Hochhaus von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, sind am Montag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, hundert weitere mussten stundenlang qualvoll auf ihre Rettung warten. Der Brand war im zweiten Stock des 13-geschossigen Gebäudes ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Zwei Menschen überlebten ihren verzweifelten Sprung aus dem sechsten Stock nicht. Dutzende Menschen wurden verletzt. Der Feuerwehrchef macht unzureichenden Brandschutz dafür verantwortlich, dass der Brand so rasch außer Kontrolle geraten konnte.

„Wie in der Hölle“ Wegen der Flammenwände und des dichten Rauchs konnten die Rettungskräfte nur langsam zu den eingeschlossenen Menschen vordringen. Einige sprangen in ihrer Verzweiflung aus den niedrigeren Stockwerken, andere seilten sich an Kabeln ab, berichteten Augenzeugen. Armeehubschrauber retteten Mitarbeiter der in dem Hochhaus untergebrachten Medien, die vor den Flammen auf das Dach geflüchtet waren. „Es war wie in der Hölle“, erzählte Samia Raman vom Fernsehsender NTV nach ihrer Rettung.

Nach Angaben von Polizeichef Jane Alam wurden rund 300 Menschen aus dem brennenden Gebäude geholt. Normalerweise arbeiten dort rund 2.000 Mitarbeiter. Nachdem die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle gebracht hatte, durchkämmten Rettungskräfte die oberen Stockwerke nach weiteren möglichen Opfern. Beißender Rauch und Schwelbrände erschwerten allerdings weiter ihre Suche.

In dem Medien-Hochhaus sind unter anderem der größte private Fernsehsender des Landes, NTV, und der Fernsehsender RTV ansässig sowie die Zeitung „Amar Desh“. Alle drei Medien gehören dem früheren Abgeordneten der einstigen Regierungspartei BNP, Mosaddek Ali Falu. Falu war in diesem Monat unter Korruptionsverdacht festgenommen worden.

Kurier

Bericht Züricher Zeitung:
Nach einem Großbrand in einem elfstöckigen Bürogebäude in Dhaka haben Dutzende Menschen fast vier Stunden lang auf dem Dach ausharren müssen. Der Brand war im zweiten Stock des insgesamt 13-geschossigen Medienturms BSEC ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet.
Die Feuerwehr setzte Seile und Stahlleitern ein, um die Gestrandeten in Sicherheit zu bringen. Eine Frau erlag den Verletzungen, den sie sich beim Sprung aus dem zweiten Stock zugezogen hatte, wie die Behörden in der Hauptstadt von Bangladesh am Montag mitteilten. Ein Mann, der aus dem vierten Stock sprang, starb ebenfalls im Krankenhaus.
Mehr als 50 Personen wurden stationär behandelt. Auch sie hatten sich überwiegend beim Sprung aus dem brennenden Hochhaus verletzt, des weiteren litten sie an Brandwunden und Rauchvergiftung. In dem Gebäude waren unter anderem zwei private Fernsehsender, eine Zeitungsredaktion und mehrere Büros von Handelsfirmen untergebracht.

Neue Züricher Zeitung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert