Mind. 63 Tote bei Brand in russischem Altenheim – Feuerwehr zu spät vor Ort
Russland: Bei einem Brand in einem Alters- und Pflegeheim im Süden Russlands sind am Dienstag, dem 20.3.2007, nach offiziellen Angaben mindestens 63 Menschen ums Leben gekommen. Feuerwehrleute benötigten laut einem Sprecher des Ministeriums für Notlagen fast eine Stunde, …
… um von der nächsten grösseren Ortschaft Jejsk zu dem Altenheim im Dorf Kamyschewatskaja zu gelangen. Dort gibt es keine Feuerwache.
Die Feuerwehr aus der Stadt Jejsk sei länger als eine Stunde unterwegs gewesen, um das Heim in einer abgelegenen Kosakensiedlung zu erreichen. Dies teilte der Katastrophenschutz des Gebietes Krasnodar mit. Etliche alte Menschen seien verletzt in das nächste Kreisspital gebracht worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Viele der über 90 Heimbewohner seien im Rauch erstickt.
Feuerwehrleute hätten den großflächigen Brand in dem Ort Kamyschewatskaja erst nach mehreren Stunden löschen können. Die Berufsfeuerwehr von Jejsk sei eine Minute nach dem Alarm aufgebrochen, habe aber zunächst 50 Kilometer fahren müssen, sagte die Behördensprecherin Tatjana Kobsarenko. Eine freiwillige Feuerwehr aus dem Nachbarort sei noch später am Unglücksort eingetroffen als die Profis.
Die Brände in öffentlichen Einrichtungen in Russland enden oft katastrophal, weil gegen den Brandschutz verstoßen wird. Fluchtwege sind häufig verstellt oder verriegelt. Im vergangenen Dezember waren 45 Frauen beim Brand einer geschlossenen Drogenklinik in Moskau ums Leben gekommen.
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