Stmk: Einsätze im Schnee-Chaos in St. Stefan & Tierrettung aus Jauchegrube

St. Stefan (Stmk): Statt des Frühlings erwachen schlug „General Winter“ wieder einmal unbarmherzig zu. Am 19. März 2007 wurde die Feuerwehr St. Stefan um 15.oo Uhr über „stillen Alarm“ zum „freimachen von Verkehrswegen“ gerufen.

Auf der Gailtalbundesstraße B 111 im Bereich Reidenschmied haben mehrere umgestürzte Bäume die Straße unpassierbar gemacht. Während der Aufräumarbeiten stürzten immer wieder Bäume auf die Straße. Es bestand daher die Gefahr, das die Sicherheit für die Einsatzkräfte nicht mehr gegeben war. Nach Absprache mit der Polizei wurde eine Umleitung über Tratten – St. Georgen eingerichtet.
Schlecht ausgerüstete, sture und unbelehrbare Autofahrer verursachten dann innerhalb kürzester Zeit ein Chaos. Weder über die Umleitungsstrecke noch zurück auf der B 111 gab es ein weiterkommen. Als erstes musste die Feuerwehr den „Verkehrsknopf“ auflösen um ein geordnetes weiterkommen zu ermöglichen.
Kettenmontagen, Beratung über andere Umleitungsmöglichkeiten und die Hinweise über Gaststätten und Übernachtungsmöglichkeiten war nun unsere Hauptaufgabe. Die Versorgung mit warmen Getränken hatte sich wegen des Stromausfalls sehr lange verzögert.
Um ca. 22.oo Uhr hatte sich die Lage so weit beruhigt das der Einsatz für diesen Tag abgeschlossen werden konnte.
Am nächsten Tag wurden wir von der BH und der Straßenmeisterei zu einem Sondereinsatz gerufen. Durch die zahlreichen in die Bundesstraße hängenden Bäume, konnte diese noch immer nicht für den Verkehr frei gegeben werden. Die Feuerwehr wurde daher ersucht einen Versuch, mit Wasser die Bäume von der Schneelast zu befreien, zu unternehmen. Unter Aufsicht von BH, Straßenmeisterei und Polizei wurde diese Aktion gestartet.
Mit Tank und Wasserwerfer wurde dieses sicherlich nicht alltägliche und einfache Unterfangen in Angriff genommen. Die stark hängenden bzw. gefährdeten Bäume wurden dann mit Wasser von den Schneelasten befreit. Nach diesem mehrstündigen und 10 Tankfüllungen notwendigen „Sondereinsatz“ konnte die B 111 wieder für den Verkehr frei gegeben werden.
Tierrettung aus Jauchengrube: Am Sonntag, dem 18. März 2007, wurden die Feuerwehren Vorderberg und St. Stefan zu einen eher ungewöhnlichen Einsatz gerufen.
Der Einsatzbefehl über die LAWZ lautet: „Tierrettung aus einer Jauchengrube in Edling“. Nach dem eintreffen der Einsatzkräfte und Besichtigung der Lage (Das Kalb fiel durch einen teilweise geöffneten Schachtdeckel in die Grube.) wurde die Vorgangsweise der Rettung festgelegt. Als Erstmaßnahme wurde mittels Druckbelüfter die Jauchengrube belüftet.

So konnte der Tierbesitzer gesichert zum ca. 250 kg schweren Kalb in die ca. 1 m gefüllte Jauchengrube absteigen. Nachdem es ihm gelungen war, einen Brustgurt am Kalb anzulegen, wurde es mit vereinten Kräften und über Umlenkrollen aus der Grube gehoben und in Sicherheit gebracht. Die Einrichtung der SEG (Sonder – Einsatz – Gruppe für Höhen- und Tiefenbergung) ist wichtiger Schritt in einer zukunftsorientierten Feuerwehr.
