Mosambik: Über 80 Tote bei Explosion eines Waffen- und Munitionslagers
Maputo (Mosambik): Durch die Explosion eines Waffen- und Munitionslagers und einem anschließenden Großbrand sind in der Nähe der mosambikanischen Hauptstadt Maputo in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 23.3.2007, vermutlich über 80 Personen ums Leben gekommen und über 100 weitere verletzt worden.
Durch den Brand im größten Waffen- und Munitionslager des Landes wurden nach Angaben der Behörden Geschosse gezündet und schlugen in den Baracken der umliegenden Armensiedlungen ein. Die anhaltenden Explosionen und die dadurch ausgelöste Feuersbrunst lösten unter den Einwohnern der Siedlungen eine Panikreaktion aus und hatten die Flucht von Hunderten von Personen zur Folge. Die Katastrophe zwang die Behörden, den Flughafen der Hauptstadt während mehrere Stunden zu schließen. Was genau zu dem Unglück führte, ist zurzeit noch nicht klar, doch wird davon ausgegangen, dass es sich nicht um einen Anschlag handelt. Behördenvertreter machten in ersten Stellungnahmen die Hitzewelle der vergangenen Tage für das Auftreten der ersten Explosionen verantwortlich, die wiederum eine Kettenreaktion auslösten. Das Depot in der Nähe der Hauptstadt ist das größte Waffen- und Munitionslager des Landes, in dem Bestände aus der Zeit des Bürgerkrieges aufbewahrt werden. Die Waffen und die Munition sollten in den kommenden Monaten zerstört werden.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte im mosambikanischen Staatsfernsehen, in den vergangenen Wochen seien über 100 Tonnen Waffen und Munition zerstört worden und es sei geplant gewesen auch einen großen Teil der restlichen Bestände in naher Zukunft zu vernichten. Zu einem ähnlichen Zwischenfall war es im gleichen Lager bereits im Januar gekommen, allerdings waren damals keine Personen zu Schaden gekommen. Der mosambikanische Präsident, Armando Guebuza sagte einen offiziellen Besuch im Nachbarland Südafrika wegen des Unglücks am Freitag ab. Guebuza wollte stattdessen den Überlebenden der Katastrophe einen Besuch
