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Oö: Private Organisation: Rangelei zwischen Einsatzkräften bei Katastrophenfälle

Gmunden/Traunkirchen (Oö): Beim Hochwasser am zweiten Septemberwochenende 2007 gerieten sich ein privater, uneigennütziger „Katastropheneinsatzdienst“ und die regulären Einsatzkräfte in die Haare. Nicht zum ersten Mal.

Rund 30 Mitglieder umfasst eine Privatgruppe von Männern aus der Traunseegegend, die sich selbst Katastropheneinsatzdienst (KED) nennen und seit einigen Jahren mit ausgeliehenen Gerätschaften bei Hochwasser und anderen Katastrophenfällen ausrücken. Allerdings zum Missfallen der etablierten Einsatzkräfte. Als dieser Tage die B 145 in Traunkirchen überflutet war, vertrieb die Feuerwehr eintreffende KED-Vertreter regelrecht. Und als der KED am Samstag mit Geländewagen einen Pendlerdienst auf der überschwemmten und gesperrten Traunsteinstraße in Gmunden einrichten wollte, wurde er von der Polizei unter Androhung von Strafen davon abgehalten. „Wir verlangen nichts für unsere Hilfe“, sagt KED-Gründer Max Reiter aus Altmünster. „Das Verhalten von Feuerwehr und Polizei ist völlig unakzeptabel.“

„Die tauchen ungebeten auf“: Das sehen die Angesprochenen anders. „Die tauchen einfach ungebeten bei Einsätzen auf und machen sich wichtig“, sagt Feuerwehr-Bezirkskommandant Robert Benda. „So funktioniert das aber nicht. Die Feuerwehr ist seit 1955 der offizielle Katastropheneinsatzdienst des Landes, wir lassen uns da sicher von niemandem in die Suppe spucken.“

Benda hat vor allem auch rechtliche Bedenken. „Ich trage als Einsatzleiter vor Ort die Verantwortung. Die will ich aber nur für unsere Feuerwehrmitglieder übernehmen. Die Herren vom KED sollen sich doch bei der freiwilligen Feuerwehr bewerben. Aber das werden sie nicht wollen, denn da müssten sie sich in einer Gruppe unterordnen.“

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