Tirol: „Heiße“ Tunnelübung im Roppener Tunnel – PKW Brand
Roppener Tunnel (Tirol): Eine Übung der besonderen Art fand am Abend des 19. Oktober im und vor dem Roppener Tunnel statt. Übungsannahme war nämlich ein PKW-Brand im Tunnel.
Feuer in Straßen-Tunnels auf Grund von Unfällen oder Fahrzeugbränden können verheerende Ausmaße erreichen. Im Einsatzfall sind die Feuerwehrkräfte besonders gefährdet. Lange verrauchte Anfahrtswege, Hitze bis 1300 °C sowie mechanische Beschädigungen der Tunnelauskleidung bilden ein besonderes Einsatzrisiko.
Das Beüben verschiedener Einsatzszenarien bildet die Grundlage zur Verbesserung des Einsatzerfolges und Einsatzsicherheit der Feuerwehren.

Beim Neubau von Tunnels wird daher die Durchführung einer Einsatzübung vorgeschrieben.
Übungsziel:
Umsetzen der Einsatztaktik bei Tunneleinsätzen
Erkennen von Gefahren
Brandbekämpfung
Menschenrettung
Überprüfen der Erreichbarkeit der Einsatzkräfte im Tunnel
mit Feuerwehr – Funk.
Übungsannahme:
2 Fahrzeuge stehen im Tunnel im Vollbrand.
Teilnehmende Feuerwehrkräfte:
Feuerwehr Silz – Portalfeuerwehr Ost
Feuerwehr Imst Portalfeuerwehr West
Feuerwehr Roppen Wasserversorgung
Feuerwehr Landeck Rettungsmannschaft
Landesfeuerwehrschule (Beobachter und Rettungsmannschaft)
In Tirol sind 24 Feuerwehren als Portalfeuerwehren speziell für Tunneleinsätze ausgerüstet und ausgebildet.

Im Katastrophenfall liegt die Gesamteinsatzleitung beim Bezirkshauptmann. Der Feuerwehreinsatz selbst wird vom Bezirksfeuerwehrinspektor geleitet. Die Vertreter der anderen Organisationen sind in der Einsatzleitung
Integriert (Asfinag, Rotes Kreuz, Polizei, Bauleitung)
Die Übungsleitung bei dieser Übung:
Bezirkshauptmann Stv. Mag. Andreas Nagele
Bezirksfeuerwehrinspektor Josef Wagner
Bezirksfeuerwehrkommandant Klaus Raffl
Portal Ost Feuerwehr Silz Kdt. Stv. Günter Neurauter
Portal West Feuerwehr Imst Kdt. Gerhard Schwetz
Erste Erkenntnisse aus der Übung:
Das Übungsziel wurde erreicht, die Funkverbindung über 2 Wege (Digital und 70cm Atemschutzfunk) war problemlos möglich. Die mit Puppen dargestellten Verletzten wurden mittels Wärmebildkamera aufgefunden.

Der Landesfeuerwehrinspektor DI Alfons Gruber verfolgte den Übungsverlauf und betont: „Es ist wichtig dass solche Übungen durchgeführt werden“. Die Erkenntnisse aus dieser Übung werden in den kommenden Wochen ausgewertet und Verbesserungen in die Einsatztaktik bei Tunneleinsätzen
eingebaut.
Bezirksfeuerwehrinspektor Josef Wagner dankt der ASFINAG und der Arge „Bauleitung Roppen“ für die Möglichkeit der Durchführung dieser „heißen Übung“ und der guten Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt auch allen Einsatzorganisationen die an dieser Übung teilnahmen.

