Übungen

Oö: Einsatzübung-Busunglück auf der Florianer Umfahrungsstraße

St.Florian (Oö): Die FF Rohrbach (Bez. Linz Land/ Gemeinde St. Florian) organisierte eine Großübung am Samstag, dem 20. Oktober 2007. Ab 14:30 Uhr waren vier Feuerwehren (die FF Rohrbach, FF Bruck-Hausleiten, FF Markt St. Florian und FF Enns) mit 104 Kameraden/Innen und 15 Fahrzeugen an der Stelle…

…um bei einem nachgestellten Busunglück mit mehr als 20 Verletzten gemeinsam mit dem Roten Kreuz, mit 27 Helfer/Innen, den Ernstfall zu üben. Spektakulär dabei nicht nur, dass ein großer 50 Personen-Bus mit Verletzten zu bergen war, sondern auch, dass sich das Ganze im Gefahrenbereich einer Tankstelle an einer stark befahrenen Landesstraße abspielte.

Chronologie der Übung:
Die Übungsalarmierung erfolgte um 14:30 Uhr an alle drei Feuerwehren des Pflichtbereiches. Der Einsatzort ist die Umfahrungsstrasse von St. Florian auf der Höhe der Agip-Tankstelle. Vorort liegt ein umgekippter 50-Personen Bus mit etwa 20 unterschiedlich schwer Verletzten. Das Rote Kreuz wird alarmiert. Während sofort ein Brandschutz beim Bus aufgebaut wird, errichtet die FF Rohrbach die Einsatzleitung. Die drei Feuerwehren werden zu verschiedenen notwendigen Diensten eingeteilt: Zuerst wird die Unfallstelle abgesichert und die Umfahrungsstraße für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung wird durch den Lotsendienst eingerichtet. Die Tankstelle wird durch mehrfachen Brandschutz abgesichert, sollte durch das Busunglück ein Brand ausbrechen und die Tankstelle gefährden. Gleichzeitig wird mit der Menschenbergung gestartet, die sich aufgrund des umgekippten Busses und der vielen Verletzten als äußerst schwierig darstellt.

Ein PKW der sich in den Bus gekeilt hatte wird gesichert und die darin befindlichen 2 Personen werden durch Einsatz eines hydraulischen Bergegerätes geborgen und den Sanitätern übergeben. Der eingetroffene Notarzt priorisiert die Verletzten je nach Verletzungsgrad mittels einer Triage für die Bergung, die dann durch die Feuerwehrleute aus dem Bus geborgen werden, bzw. noch im Bus erstbehandelt werden müssen. Weiters haben die anwesenden Ärzte , Dr. Einwagner und Dr. Straßmayr die Reanimation und Weiterbetreuung der Verletzten inne. Da der Bus beim Unfall sehr viel Öl verloren hat und dieses in den nebenher fließenden Ipfbach geflossen ist, muss auch eine Ölspeere im Bach errichtet werden(es ist anzumerken, dass keinerlei Betriebsmittel oder Flüssigkeiten sich im Bus befunden haben > keine Gefährdung für die Umwelt!). Zur Bergung des Busses wird die FF Enns nachalarmiert und deren Bergekran samt Begleitfahrzeug angefordert. Nach 3 Stunden war die Übung beendet und die Beteiligten stärkten sich im Feuerwehrhaus der FF Rohrbach.

Die Übung war abwechslungsreich und vielfältig und deckte wichtige Bereiche des modernen Feuerwehrwesens ab:
Absichern der Unfallstelle, Einrichten einer Umleitung mit Lotsendienst, das Bergen von Verletzten aus einem verunfallten Fahrzeug gemeinsam mit dem Roten Kreuz, Aufbau eines Brandschutzes, Maßnahmen nach einem Ölaustritt, Errichtung einer Ölsperre auf einem fließenden Gewässer, Bergung des Fahrzeuges aus dem Gefahrenbereich mittels Kranfahrzeug.

Das Resümee der FF Rohrbach am Ende der Übung:
Die Mühen für die Organisation dieser aufwendigen Übung haben sich gelohnt, denn ein wesentlicher Beitrag zu Erhaltung der Schlagkraft der Feuerwehren und zur Verbesserung der Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren untereinander und den Rettungseinheiten wurde dadurch geleistet.

Freiw. Feuerwehr St.Florian
Freiw. Feuerwehr Enns
Freiw. Feuerwehr Rohrbach (Bez. Linz-Land)

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