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Schweiz: Serie von Brandstiftungen in Bern

Bern (Schweiz): Brandstifter haben in der Nacht auf Dienstag, 6. November 2007, in der Stadt Bern eine Serie von Bränden gelegt. Zwischen 23 Uhr 30 und 3 Uhr zündeten Unbekannte den alten Bahnhof Fischermätteli, ein Gartenhaus in einem Schrebergarten und einen Abfalleimer an. Der alte Bahnhof brannte vollständig nieder. Verletzt wurde niemand.

In allen drei Fällen handelte es sich um Brandstiftung, wie die Stadtpolizei mitteilte. Als erstes ging ein Gartenhaus in der Schrebergartenanlage Holligen in Flammen auf. Kurz darauf brannte ein Abfalleimer bei der Busendstation Holenacker, und um 3 Uhr ging die Meldung ein, dass das alte Bahnhofgebäude im Fischermätteli in Flammen stehe.

Bahnhofgebäude vollständig niedergebrannt: Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Bahnhof im Vollbrand. 52 Personen mit elf Fahrzeugen von Feuerwehr, Polizei, Sanität und SBB standen im Einsatz. Das Feuer konnten mit einem Wasserwerfer und zehn Leitungen gelöscht werden. Das Bahnhofgebäude brannte jedoch vollständig nieder.
Die Eigentümerin des Gebäudes, die BLS, konnte auf Anfrage den Sachschaden nicht beziffern. Das Bahnhofsgebäude war in den 1920-er Jahren von seinem ursprünglichen Standort in Thun Scherzligen nach Bern verlegt worden. Seit der Eröffnung des Bahnhofs Ausserholligen im Jahr 1986 wurde das Haus nicht mehr von der BLS genutzt und war als Künstleratelier vermietet. Die BLS will den Standort planieren und das Haus nicht ersetzen.
Die Auswirkungen auf den Zugverkehr waren gering. Die S-Bahn-Züge drosselten am Brandort die Geschwindigkeit und konnten im Fischermätteli nicht kreuzen. Dadurch entstanden kleinere Verspätungen. Die Infrastruktur der BLS wurde durch den Brand nicht beschädigt. Um die Brandstifter-Serie zu klären, sucht die Polizei Zeugen.

Neue Züricher Zeitung

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