Oö: Seniorenheim Leumühle: Kommt wichtige Hilfe bei Brand zu spät?
Eferding (Oö): Bei einem Brand im Seniorenheim Leumühle (Pupping) wird die Eferdinger Feuerwehr nicht mehr automatisch mitalarmiert. Ihre für die Rettung wichtige Drehleiter muss im Nachhinein angefordert werden. Ein Risiko, meinen Kritiker.
Angesichts der schrecklichen Ereignisse im Vorarlberger Seniorenheim Egg mit elf Toten, gibt das manchem Eferdinger zu denken – viele haben im Bezirksaltenheim Angehörige. Bis vor rund einem Jahr war es üblich, dass im Brandfall neben der zuständigen Feuerwehr Pupping automatisch auch die Eferdinger alarmiert wurden. Ihre Spezial-Drehleiter soll im Ernstfall eine raschere Rettung ermöglichen. Jetzt muss diese erst im Nachhinein extra angefordert werden.
„Dann ist es zu spät“: „Dann ist es zu spät“, meinen Kritiker. Der Grund für die Änderung: „Die am schlechtesten zugängigen Zimmer im Altbau sind nicht mehr bewohnt“, sagt Günther Augustin, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Pupping.
Dort sei die Drehleiter gebraucht worden, der neue Teil könne auch so evakuiert werden. Allerdings räumt er ein, dass die Leiter die Rettung beschleunigt. „Im Ernstfall fordern wir sie an.“ Das Problem: Bis dahin vergeht viel Zeit. „Von der Erst-Alarmierung bis zu unserem Eintreffen können es schnell zehn Minuten sein“, sagt Eferdings Kommandant Egolf Richter. Beim Brand zählt jede Minute.
Jede Minute zählt: Er spricht sich generell für eine sofortige Alarmierung aus, „sonst kommt auch die Drehleiter zu spät“. Zusatzkosten entstünden dadurch keine. Ein Hauptargument für die teure Anschaffung der Leiter war damals unter anderem auch die Evakuierung des Seniorenheims Leumühle und des Gymnasiums Dachsberg.
