Stmk: Mehrere Verletzte & vermutlich zwei Tote bei Explosion in Sprengstoffwerk
St. Lamprecht (Stmk): Bei einer Explosion im Sprengstoffwerk St. Lambrecht (Bezirk Murau) sind am Dienstagnachmittag, dem 11. März 2008, mehrere Arbeiter zum Teil schwer verletzt worden. Zwei Arbeiter werden vermisst, für sie bestand am Abend kaum noch Hoffnung.

Zur Explosion war es aus bisher ungeklärter Ursache um 14.39 Uhr im sogenannten Mischhaus des Sprengstoffwerks gekommen. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren, das Werksgelände der Firma Austin Powder wurde aus Sicherheitsgründen großräumig abgesperrt.
Kaum Hoffnung für zwei Vermisste:
Es gibt drei Schwerverletzte – zwei wurden mit Explosionstraumata ins LKH Klagenfurt geflogen, der dritte wurde in das Krankenhaus Friesach eingeliefert. Zwei Arbeiter werden vermisst – für sie besteht aber, so wurde bei einer Pressekonferenz gesagt, kaum mehr Hoffnung.
Bergung erst am späten Abend möglich:
Zwei Gebäude am Firmengelände wurden durch die Wucht der Explosion völlig zerstört. Eine Bergung der Vermissten sei derzeit wegen der Explosionsgefahr nicht möglich. Erst am späten Abend will man in das völlig zerstörte Gebäude vordringen.
Flugverbot über St. Lambrecht:
Das Werksgelände in St. Lambrecht wurde großräumig abgesperrt, alle Mitarbeiter wurden vom Gelände evakuiert. Über St. Lambrecht wurde aus Sicherheitsgründen sogar ein Flugverbot erlassen.
Mischanlage „flog in die Luft“:
Zum Unglück in dem Sprengstoffwerk war es laut Polizeiangaben bei der Aufbereitung von Gelatine-Donarit in einem abseits gelegenen Gebäude gekommen: Die dafür benötigte Mischanlage sei aus zunächst unbekannten Gründen „in die Luft geflogen“, hieß es.

„Über dem Werk ist ein Rauchpilz gestanden“:
Ein Augen- bzw. Ohrenzeuge war der Bürgermeister von St. Lambrecht, Johann Pirer. Er war im Büro, als die Explosion auch den zwei Kilometer entfernt gelegenen Ort erschütterte: „Ich bin aufgesprungen und zum Fenster gelaufen. Über dem Werk ist ein Rauchpilz gestanden.“
Update per 12.3.2008:
Weiter zwei Männer nach Explosion vermisst
Zwei Vermisste, neun zum Teil Schwerverletzte – das ist die traurige Bilanz nach der verheerenden Explosion im obersteirischen Sprengstoffwerk Austin Powder in St. Lambrecht im Bezirk Murau.
Bis spät in die Nacht hinein wurde nach den beiden Vermissten – 28 und 39 Jahre alt – gesucht, und um 6.00 Uhr Früh wurde die Suche wieder aufgenommen: Die Suche ist abgesehen von der möglichen Explosion weiteren Sprengstoffs gefährlich, weil Trümmer des zerstörten Gebäudes herabstürzen können.
Ein Bereich des Werks – ein 20 Quadratmeter großer Raum – ist immer noch gesperrt: Hier ist hoch explosives Sprengöl ausgeflossen. Allerdings konnten die Einsatzkräfte in diesen Raum zumindest hineinschauen, und auf den ersten Blick fand man auch hier keine Spur der beiden vermissten Arbeiter.
Spürhunde suchen Vermisste: Nach Angaben der Einsatzleitung kam es im Mischhaus einer Murauer Sprengstofffirma zu einer verheerenden Explosion. Dabei wurden 8 Personen verletzt. 2 weitere Personen gelten bis dato als vermisst. Nach ihnen wurde mit Spürhunden gesucht. Das Werksgelände ist nach wie vor großräumig abgesperrt, da noch immer akute Explosionsgefahr herrscht.
