Brand

Deutschland: Fluchtweg abgeschnitten – 6 Verletzte bei Kellerbrand in Wesel

Wesel (Deutschland): Aus bislang unbekannter Ursache kam es am Samstagmorgen, 15.3.2008, gegen 01:20 Uhr zu einem Feuer in einem Weseler Mehrfamilienhaus. In einem Kellerraum war Sperrmüll in Brand geraten. Die Feuerwehr rettete sechs Menschen…

… aus dem stark verqualmten Haus und löschte die Flammen. Alle sechs Personen haben Rauchvergiftungen erlitten und wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Das Gebäude ist vorübergehend unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 30.000 Euro.

Ein 33-jähriger Bewohner hatte den Qualm im dreigeschossigen Gebäude an der Torfstraße bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Der Rauch hatte sich aber bereits im Treppenraum des Hauses ausgebreitet und den Bewohnern so den Fluchtweg abgeschnitten.

Beim Eintreffen der Feuerwehr drang dichter Qualm aus dem Gebäude und an einem Fenster im ersten Stock warteten zwei Bewohner auf Hilfe. Die Feuerwehr rettete sie und zwei weitere Bewohner aus dem obersten Stockwerk mit Leitern. Zwei Bewohner des Erdgeschosses bemerkten den Brand erst, als sie von den Einsatzkräften geweckt wurden. Sie wurden von Feuerwehrleuten durch den Treppenraum ins Freie gebracht. Insgesamt drei Frauen sowie drei Männer im Alter zwischen 43 und 23 Jahren, wurden durch den Rettungsdienst versorgt und in Weseler Krankenhäuser gebracht. Zwei Frauen konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Die Feuerwehr hatte den Brand um 1:43 Uhr unter Kontrolle und verhinderte, dass sich die Flammen auf weitere Räume ausbreiten konnten. Das verqualmte Gebäude wurde von den Einsatzkräften gelüftet. Durch das Feuer wurde die Elektroversorgung des Gebäudes zerstört. Große Teile des Hauses sind stark verrußt. Durch die Schäden ist das Haus vorerst unbewohnbar geworden. Die Bewohner werden privat untergebracht.

Die Weseler Feuerwehr war insgesamt mit 9 Fahrzeugen und 34 Kräften der hauptamtlichen Wache sowie des Löschzuges Stadtmitte bis um 03:23 Uhr im Einsatz.

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