Technisch

Oö: Langwierige Lkw-Bergung nach Glatteis auf der B 310 bei Neumarkt

Neumarkt/Mühlkreis (Oö): Der neuerliche Wintereinbruch machte am Morgen des 20. März 2008 zahlreichen Fahrzeuglenkern zu Schaffen. Vielerorts herrschte auch akutes Glatteis.

Auf der B 310 bei Neumarkt im Mühlkreis machte ein Zwischenfall mit einem Lkw-Gespann einen Feuerwehreinsatz erforderlich. Der Anhänger eines Lastwagenzuges schleuderte in den Straßengraben.

Den Einsatzkräften der alarmierten Feuerwehren gelang es, das Gefährt wieder auf die Fahrbahn zurück zu ziehen und in weiterer Folge auch die Fahrt fortzusetzen.

Foto Kerschi

Bericht der Feuerwehr Unterweitersdorf:
In den frühen Morgenstunden (04.00 Uhr) des 20.März ´08, wurde die FF Unterweitersdorf zu einer LKW Bergung auf die B310 Höhe Gauschitzberg gerufen. Auf der spiegelglatten Fahrbahn kam ein LKW aus Tschechien ins Schleudern und „parkte“ seinen Anhänger im Straßengraben. Das Zugfahrzeug stellte sich quer über die Fahrbahn.
Beim Eintreffen am Einsatzort war bereits nach kurzer Zeit ersichtlich, dass wir mit unseren Mittel nicht Herr der Lage werden konnten. Deshalb wurde die FF Hagenberg mit dem LFB-A nachalarmiert. Diese sichert mit der Seilwinde den Anhänger, während der LKW-Fahrer versuchte sein Gefährt aus dem Graben zu fahren.

Doch aufgrund der rutschigen Fahrbahn und der Tatsache, dass sich der Anhänger zu tief in das Erdreich verbissen hatte, schlug der Versuch fehl. Die FF Hagenberg rückte daraufhin (mit technischen Problemen an der Seilwinde) wieder ein.
Angesichts der schwierigen Lage, entschlossen wir uns eine Bergungsfirma zu beauftragen. Da diese Entscheidung (laut gesetzlicher Lage) aber in der Hand des Verunfallten liegt, entschloss sich dieser, eine tschechische Firma kommen zu lassen. Nach ca. 1,5h traf der LKW Abschleppwagen aus Tschechien ein. Dann ging es zügig voran. Bereits nach kurzer Zeit Stand der gesamte LKW, wieder auf der Fahrbahn. Als Unterstützung für die Sicherungsarbeiten am Anhänger, wurde noch die FF Neumarkt mit dem RLF-A herangezogen. Um ca. 08.00 Uhr konnten wir dann wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

Kleine Bemerkung zum Schluss: Laut Auskunft der Polizei steht es dem Verunfalltem frei, von welchem Unternehmen er sein Fahrzeug bergen lässt. Vorrausgesetzt, die Anfahrt liegt in einem (vernünftigem) zeitlichen Rahmen.
Doch ist es für uns als Feuerwehr nicht zielführend, eine schwierige Bergung durchzuführen, wenn die Arbeiter des Bergungsunternehmens nicht (oder nur teilweise) unsere Sprache beherrschen. Sie haben zwar sehr professionell gearbeitet, doch nützt das nur wenig, wenn man die Vorgangsweise nicht besprechen kann!

Freiw. Feuerwehr Unterweitersdorf

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